„Nicht Seelsorger, Menschensorger“

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Investitur von Harald Golla: (v.l.) Der neue Pfarrer von Hohenberg, Rosenberg und Jagstzell, Harald Golla, Administrator Pater Wolfgang Kindermann, der stellvertretende Ostalbdekan Jens Bartsch, Aushilfsseelsorger Michael Cobb und Pfarrpensionär Manfred Schmid.
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Im Rahmen des Jakobusfestes auf dem Hohenberg wurde die Investitur des neuen Pfarrers der Seelsorgeeinheit Virngrund, Harald Golla gefeiert.

Rosenberg-Hohenberg

Man sah nur fröhliche Gesichter am Sonntag auf dem Hohenberg. Nach neun Monaten Vakanz feierte die Seelsorgeeinheit Virngrund bei bestem Jakobusfestwetter, dazu gehört auch der Regen, die Amtseinsetzung des neuen Pfarrers Harald Golla.

Zu festlichen Orgelklängen von Volker Schulz zogen der Administrator P. Wolfgang Kindermann, der stellvertretende Dekan Jens Bartsch, Pfarrpensionär Manfred Schmid, Aushilfsseelsorger Michael Cobb und der neue Pfarrer Harald Golla in die coronabedingt nur halb gefüllte Hohenberger Jakobuskirche ein. Viele weitere Gäste feierten in einem Zelt neben der Jakobuskirche mit, wohin Bild und Ton übertragen wurden.

Die Jagstzeller Kirchengemeinderatsvorsitzende Elisabeth May verlas das Ernennungsschreiben des Bischofs, Jens Bartsch nahm Golla das Dienstversprechen ab und übergab symbolisch Kirchenschlüssel, Taufbecken, Ambo und Altar an ihn.

„Nicht Seelsorger möchte ich sein, sondern Menschensorger“, sagte der neue Pfarrer. Leutselig grüßte er die Fahnenabordnungen von 13 Vereinen aus Jagstzell und Rosenberg, feierte voller Andacht und Ernst den festlichen Gottesdienst und hatte ganz persönliche Worte für den im Rollstuhl sitzenden Priesterkurskollegen und Freund Wolfgang Wachter: „Durch dich, Wolfgang, bin ich nach Jagstzell gekommen“.

Nach dem Gottesdienst plauderte Golla unbekümmert mit den Kindern der Kita Hohenberg und gab auf einem klingenden Amboss den Takt für die entsprechende Polka der „Original Hüttmoser“, die zu einem Platzkonzert aufspielten.

„Glaube ist Bewegung und dies hat ständige Änderungen und Veränderungen zur Folge“, sagte Golla. Auch in der schweren Vertrauenskrise, in der sich die Kirche derzeit befinde, wird es weitergehen auf einem nicht immer bekannten Weg, ergänzte er. Dazu gehöre die offene Begegnung mit den Menschen, „die ich in ihrer Verschiedenheit und Eigenheit annehmen will.“

Umrahmt wurde der Investiturgottesdienst von einer Schola des Kirchenchores Hohenberg, Claudia Schneider, Sprecherin des Hohenberger Kirchengemeinderats, überreichte dem Festprediger die Jakobusmedaille, wie es Tradition ist.

Wohlwollende Grußworte kamen von Rosenbergs Bürgermeister Tobias Schneider und von Jagstzells Bürgermeister Raimund Müller. Die Vertreterin der evangelischen Kirchengemeinde Hummelsweiler, Brigitte Utz, verlas ein Grußwort ihrer Pfarrerin Christin Dinkel und für die Vereine der Gemeinde versprach der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Alois Maierhöfer, eine gute Zusammenarbeit. Im Namen der drei Kindergärten von Jagstzell, Rosenberg und Hohenberg wünschte Hohenbergs Leiterin Regine Sorg alles Gute und schließlich dankte Claudia Schneider allen an der Vorbereitung und Durchführung der Investitur beteiligten Personen und Gruppen.

Zum Stehempfang hatte es die Sonne tatsächlich durch die Regenwolken geschafft und bei einigen Liedvorträgen des Hohenberger Kindergartens und den Blasmusiklängen der „Original Hüttmoser“ gratulierten die Gottesdienstbesucher dem neuen Pfarrer des Virngrunds.

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