Notstromaggregate für Wört

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Wört rüstet sich für den Winter mit einem Notstromaggregat.
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Mit dem Notfallplan für die Energieversorgung in Wört beschäftigt sich das Gremium. Wo kann Strom eingespart werden ?

Wört. In der Gemeinde Wört wurde aufgrund der Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der sich zuspitzenden Energieversorgung ein Notfallplan erarbeitet, der nun im Gemeinderat vorgestellt und beraten wurde.

Es wird dabei vom schlimmsten Szenario ausgegangen. „Wenn alle Leute im Winter plötzlich mit Strom heizen, kann es möglich sein, dass das Stromnetz zusammenbricht. Das wäre dann praktisch ein Katastrophenfall, weil dann gar nichts mehr geht“, erklärte Bürgermeister Thomas Saur im Gremium. Die Gemeindehalle wäre dann ein Ort, wo die Bürger in dieser Notlage untergebracht werden könnten. „Hier sind Duschen und Sanitäreinrichtungen vorhanden und man könnte Schlafeinrichtungen als Übergangslösung schaffen und warmes Essen bereitstellen. Wir benötigen jedoch ein Notstromaggregat, um die Gemeindehalle mit Strom versorgen und sie betreiben zu können“, erläutert der Bürgermeister weiter.

Die Gemeindeverwaltung hat bereits vorausschauend geplant und so soll der Öltank der Gemeindehalle bis Mitte August vollgefüllt sein, um damit das Notstromaggregat dauerhaft betreiben zu können. Über eine entsprechende Anschaffung wurde jetzt im Gemeinderat diskutiert, dabei wurden verschiedene Notstromaggregate unterschiedlicher Leistung und Kosten präsentiert. Gemeinderätin Sabrina Häbich schlug vor: „Wir sollten jetzt schon reagieren und ein Notstromaggregat beschaffen, sonst sind sie alle weg, weil viele Kommunen sich gerade ebenfalls mit solchen Überlegungen befassen und welche kaufen.“

Wichtig sei außerdem, dass die Feuerwehr und der Bauhof ebenfalls mit einem  Notstromaggregat ausgestattet werden. Der Betrieb dieser beiden Einrichtungen muss auch im äußersten Notfall sichergestellt sein. Der Gemeinderat beauftragte deshalb nun die Gemeindeverwaltung zwei Notstromaggregate zu beschaffen bei einem Preis in Höhe von maximal 30 000 Euro.      

Die Gemeindeverwaltung hat außerdem nach Stromeinsparmaßnahmen gesucht und gefunden. Bei der Straßenbeleuchtung in Wört könnten noch 160 alte Lampen auf stromsparende LED-Leuchten umgerüstet werden. „Das brächte ein Einsparpotenzial von jährlich 31 000 kWh und das wäre schon einiges“, bemerkte Bürgermeister Saur. Ein Zuschussantrag für die Neubeschaffung der LED-Leuchten wird nun von der Gemeindeverwaltung auf Beschluss des Gemeinderates vorbereitet.

Auch die Umrüstung der Flutlichtanlagen am Sportgelände auf LED-Betrieb würde eine Stromeinsparung bringen. Ein entsprechender Zuschussantrag dafür wurde vom Sportverein SV Wört bereits gestellt.  

Die Gemeinde stellt außerdem Bürgern ihr Energiekosten-Messgerät zur Verfügung. „Wer will kann es bei uns abholen. Damit kann der Stromverbrauch fast aller Elektrogeräte kontrolliert werden“, so Bürgermeister Saur.         

Aus dem Gemeinderat Wört

Die Bürger in Wört müssen sich auf höhere Abgaben beim Wasserpreis einstellen sowie auf höhere Abwassergebühren.  

Wegen deutlich gestiegener Energiepreise und hoher Investitionen bei der Rieswasserversorgung in den Erhalt, beziehungsweise Modernisierung ihrer Anlagen ist der Verband zu deutlichen Preiserhöhungen gezwungen. Der Verbandspreis wurde von zwei Euro auf 2,50 Euro je Kubikmeter Wasser angehoben. „Das macht nun eine Anpassung der Wassergebühren und die Weitergabe der Mehrkosten notwendig“, erklärte Kämmerer Andreas Mundus im Wörter Gemeinderat, der der Erhöhung zustimmte. Der Wasserpreis steigt nun rückwirkend zum 1. April 2022 von 1,90 Euro je Kubikmeter auf 2,22 Euro je Kubikmeter.

Schon seit einiger Zeit sind die Abwassergebühren der Gemeinde Wört nicht kostendeckend. Der Gemeinderat beschloss nun eine Erhöhung der Schmutzwassergebühr von 1,90 Euro auf 2,97 Euro je Kubikmeter. Die Niederschlagswassergebühr wird von 0,21 Euro auf 0,28 Euro je Quadratmeter Fläche erhöht, rückwirkend zum 1. April 2022.

Der Gemeinderat beschloss weitere Kostenänderungen. Der Entwässerungsbeitrag wurde auf 3,79 Euro je Quadratmeter Fläche (alt 2,05 Euro) festgesetzt. Der Klärbeitrag sinkt dagegen von 2,97 Euro auf 2,28 Euro je Quadratmeter Fläche. Der Wasserversorgungsbeitrag wurde auf 3,64 Euro je Quadratmeter Fläche festgesetzt (alt 0,74 Euro).

Gemeinderätin Sabrina Häbich kritisierte die hohen finanziellen Belastungen für Familien in Bezug auf die Wassergebühren.

Hauptamtsleiter Alexander Oppold gab bekannt, dass zwei weitere Ukraine-Flüchtlinge in Wört angekommen sind. Derzeit befinden sich in der Gemeinde 20 Flüchtlinge, die in Gemeindewohnungen, beziehungsweise privat untergebracht sind. „Die Spendenbereitschaft ist für diese Personen vorbildlich groß. Wir müssen mit weiteren Zuweisungen rechnen“, sagte Bürgermeister Thomas Saur zu diesem Thema.

 

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