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Ohne Wandel geht es nicht

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gek
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Gerhard Königer über die Landwirtschaft der Zukunft.

Klimawandel, Artensterben, Bevölkerungswachstum und stetiger Verlust an bebaubarem Ackerland: Vielfältige Probleme drohen in naher oder weiterer Zukunft. Vegane Lebensweise und Verzicht auf Fleisch seien gut für das Klima und die Lösung für die Welternährung, wird immer wieder propagiert. Doch ganz so einfach ist die Sache wohl doch nicht. Zum einen, weil sich die Menschen ungern vorschreiben lassen, was sie essen sollen. Zum andern, weil sich Ackerbau und Viehzucht tatsächlich gut ergänzen, weshalb der Mensch das auch schon seit Jahrtausenden betreibt. Und man kann viel über Viehzucht sagen, Ursache der Klimaerwärmung ist sie nicht. Fossile Brennstoffe heizen die Atmosphäre auf. Tierhaltung ist nicht der Hauptklimatreiber, deshalb kann ihre Abschaffung nicht die Lösung sein. Wer nun als Viehzüchter denkt, er wäre aus dem Schneider, liegt falsch. Intensive Tiermast kann nicht nachhaltig betrieben werden. Weniger Konsum und damit auch Produktion von Fleisch wäre ein guter Anfang. Von Prof. Dr. Windisch hätte man dazu gerne mehr Details vernommen. Wie viele Tiere sind sinnvoll für die Kreislaufwirtschaft, um Agrarfläche so zu nutzen, dass möglichst wenig Emissionen entstehen und möglichst viele Nahrungsmittel? Auch seine Aussagen zum Klimagasanteil der Landwirtschaft hätte er gerne vertiefen dürfen. Lässt sich über die Haltungsmethoden der „Carbon Footprint“  verringern? Wie unterscheiden sich die Emissionen, wenn Tiere auf Stroh stehen statt auf Spalten? Wie wirkt sich Weidehaltung aus? Unbestritten ist, dass die Landwirtschaft sich verändern muss, wenn sie ihren Beitrag zur CO2-Einsparung leisten will. Wie genau die Höfe der Zukunft aussehen, muss wohl noch weiter erforscht werden.

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