Otto Brenner und Alfred Kling singen über 40 Jahre

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Der Kirchenchor Schönenberg hat bei seiner Cäcilienfeier langjährige Sängerinnen und Sänger geehrt. Foto: privat

Kirchenchor Schönenberg ist überaltert und wirbt bei seiner Cäcilienfeier um Sängerinnen und Sänger.

Ellwangen-Schönenberg. Der Kirchenchor Schönenberg hat im Gemeindehaus Sankt Alfons seine Cäcilienfeier abgehalten. Die Feier begann in der Schönenbergkirche mit einer Vorabendmesse zum ersten Advent, die vom Kirchenchor unter der Leitung von Chordirektorin Margit Lang gestaltet wurde.

Die Pandemie habe dem Chor - was Proben und Auftritte bei Gottesdiensten anbelange - einiges an Einschränkungen und Flexibilität abverlangt, berichtete der neue Vorsitzende Reinhold Wolf. So durfte im Frühjahr 2020 überhaupt nicht gesungen werden, im Sommer probte der Chor in kleinem Kreis im Hof. 2021 sei es dann fast noch schlimmer als 2020 gewesen, sagte Wolf.

Ehrungen: Schönenbergpfarrer Pater Martin Leitgöb, Präses des Kirchenchores, dankte dem Chor für die Gestaltung der Festgottesdienste und der Chordirektorin für die gute Kooperation. Wolf und Leitgöb nahmen die Ehrungen von langjährigen Sängern vor. Als Jubilare im Jahr 2021 wurden für 15 Jahre Thea Ruck und Josef Graule geehrt, für 20 Jahre Rudolf Hilsenbek, Monika Bitterer und Franz Wiedenhöfer, für 25 Jahre Edeltraud und Ludwig Ladenburger, Ursula Borst und Peter Kohler und für 40 Jahre Otto Brenner. Die Jubilare im Jahr 2022 sind Uschi Stengel-Wünsch (15), Edith Vogt (20), Beate Mettmann, Josef Schneider (beide 25) und Alfred Kling (40).

Reinhold Wolf lobte den bisherigen Kirchenchorvorsitzenden Rudolf Drasch, der das Amt acht Jahre lang begleitet hatte, als einen „unheimlich engagierten und umtriebigen Menschen“ und nannte die Mitgliederbefragung und die Befragung der Kirchengemeinde zur Qualität und zum Liedgut des Kirchenchores sowie die Stimmbildungen wichtige Punkte in Draschs Amtszeit. „Für mich hast du sehr viel im Chor bewegt“, sagte Wolf. „Du hast Denkanstöße gegeben. Du warst zu der Zeit der goldrichtigste Mensch.“ Als Dank hatte Uschi Stengel-Wünsch ein Lied getextet, das sie zusammen mit Gabriele und Reinhold Wolf, Josef Graule und Peter Kohler sowie Margit Lang am Klavier vortrug. Rudolf Drasch gab dem Chor einen Tipp beim Singen mit auf den Weg: „Leute, lacht mehr! Wir sehen sehr ernst aus.“

Wolf warb um neue Sängerinnen und Sänger. „Wir sind einfach überaltert. Wir brauchen Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 30 und 50 im Chor. Die müssen wir ansprechen. Der Chor muss sich entwickeln, sonst sind wir kein Chor mehr.“ Was das Liedgut anbelangt, müsse man „auch mal einen Kracher bringen“.

Der neue Vorstand: Reinhold Wolf (Vorsitzender), Gabriele Wolf (Schriftführerin) und Simone Hofer (Kassiererin). In ihren Ämtern bestätigt wurden die Stimmführer Daniela Michelberger (Sopran), Uschi Stengel-Wünsch (Alt), Peter Kohler (Tenor) und Josef Graule (Bass). Das Amt des zweiten Vorsitzenden konnte nicht besetzt werden.

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