„Das Thema seit 30 Jahren verschlafen“

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Ein Halt bei der Teilortstour: Beersbach.

Was Hirlbach, „Beschba“, Halheim und Hochgreut bewegt und warum Ortschaftsräte tapfer frieren.

Ellwangen-Pfahlheim. Am Dienstag trafen sich die Ortschaftsräte, um auf Teilortstour zu schauen, wo der Schuh drückt. Durch Corona fehle der Kontakt zu den Leuten, sagt Ortsvorsteher Wolfgang Seckler. Nun soll die Tour einen Ausgleich schaffen.

In Hirlbach warten die Bürger am „Schülerhäusle“. „Wann bekommen wir den Breitbandanschluss?“ „Er kommt auf jeden Fall.“ Im April 2022 solle die Baumaßnahme beginnen, so Seckler. „Anfang 2023 müsste dann auch das letzte Haus hier angeschlossen sein.“ Das zweite Anliegen in Hirlbach: „Wenigstens ein Fußweg. Damit man an den See kommt.“ Hier verwies Seckler auf den Radweg, der Pfahlheim mit Erpfental, Röhlingen und Ellwangen bis 2026 verbinden soll. „Wir sind in Verhandlungen mit den Grundstückeigentümern.“ Das sei „schwieriger, als Baufirma und Geld aufzutreiben.“

Nächster Punkt: der schlechte Zustand der Feldwege. „Da sind wir auf eure Hinweise angewiesen“, so Seckler. Ein Hinweis an den Fronmeister reiche aus, um solche Dinge zu beheben. Schwieriger sieht es beim Thema Bauplätze aus. „Das steht und fällt mit der Abrundungssatzung“, so der Ortsvorsteher. Innerhalb bestehe die Chance, im Außenbereich nicht. „Würden wir zustimmen, wäre die Landschaft schnell zersiedelt.“„Die Verbindungsstraße Pfahlheim – Rötlen ist schlecht“, so die Hirlbacher. „Da haben wir uns mit Röhlingen kurzgeschlossen. Wir hoffen, dass das im Haushalt 2023 aufgenommen wird.“

Zweiter Stopp: Beersbach. Auch hier die Frage nach den Radwegen. Campingplatzbesucher wollten sicherlich mit dem Rad zur Landesgartenschau. „Dieses Thema haben wir seit 30 Jahren verschlafen“, sagt Seckler. Bei der Ausschilderung müsse etwas passieren. Auch hier stimmt er zu. „Raser im Ort“, ein besseres Konzept für die öffentlichen Grünflächen, die „seit Jahrzehnten eine Wildnis sind“, Unzufriedenheit über die höheren Breitbandanschlusskosten, die die Stadt verlange und die gefährliche Situation durch den fehlenden Gehweg am Ortsausgang sind weitere Anliegen.

In Halheim, der dritten Station, geht es um wuchernde Hecken, die die Sicht versperren und Unfälle provozieren. „Da ist das Ordnungsamt zurückhaltend. Die gehen nur auf die Grundstücksbesitzer zu, wenn Klagen kommen.“ Das städtische Grundstück neben der Bushaltestelle lasse sich schlecht pflegen. Dafür nimmt Seckler den kurzen Dienstweg und wendet sich an Martin Eiberger, den Vertreter Halheims: „Die Stadt stellt das Material zur Verfügung. Frostsichere Steine. In Halheim kenne keiner „Rechts vor Links“. Besonders gefährlich sei die Stelle, wenn man von Pfahlheim her kommend nach Halheim abbiege, sagt Eiberger.

Als die Ortschaftsräte in Hochgreut ankommen, ist es dunkel. Aber ein paar Hochgreuter warten vor der Kapelle. Berichten, dass vor zehn Jahren versprochen worden sei, dass das Provisorium nach einer Kanalsanierung vernünftig gerichtet werde. Und dass es auf der L1060 zwischen Röhlingen und Zöbingen immer wieder zu Unfällen bei den Einmündungen komme. Dass die auswärtigen Landwirte mit den großen Schleppern durch den Ort „brettern“ und dies gefährlich für die Kinder sei.

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