Fortschritt beim „Breiten Weg“

Warum das zwar die Stadtverwaltung schmerzt, die Pfahlheimer aber sehr froh darüber sind.

Ellwangen-Pfahlheim. „Der Gemeinderat hat unserem Antrag auf Aufnahme von 50 000 Euro als Planungsrate klar zugestimmt“, stellte Pfahlheims Ortsvorsteher Wolfgang Seckler in der Sitzung des Ortschaftsrats am Dienstagabend in der Kastellhalle klar. Diesbezüglich habe es nach der Gemeinderatssitzung Verwirrung gegeben. Deshalb verdeutlichte er: „Die Stadtverwaltung war dagegen, doch im Gemeinderat gab es eine große Mehrheit.“ Die gewünschte Planungsrate für das Gewerbegebiet Breiter Weg sei nun im städtischen Haushalt 2022 eingeplant.

„Bei der Priorisierungsliste sind wir im hinteren Mittelfeld gelandet. Doch es war wichtig, dass wir auf diese Geschichte fokussiert und nur diesen einen Antrag gestellt haben.“ So wie die Stadtverwaltung das ja auch fordere. In der Sitzung des Gemeinderats hätten Stadtratskollegin Regina Gloning und er erklärt, wie wichtig es für den Ortsteil sei, dass der Bebauungsplan für den Breiten Weg nun auf den Weg gebracht werde. „Für uns ist das ein Großprojekt. Wir haben die Flächen längst aufgekauft, haben viele Anfragen von Handwerkern, die sich hier niederlassen wollen.“ Wenn es jetzt nicht zügig voran gehe, der Plan aufgestellt werde, sei die Gefahr groß, dass die Betriebe abzögen. Und zwar ganz weg aus dem Ellwanger Gebiet. „Das müssen wir tunlichst vermeiden“, so Seckler. „Hier geht es ja auch um Arbeitsplätze vor Ort.“ Das sei auch ökologisch immer noch die beste Möglichkeit. Im Gegensatz zur Verwaltung, die ihren Sparplan im Auge behalten möchte, habe es von den Gemeinderatsmitgliedern eine große Mehrheit für die Aufstellung des Bebauungsplans gegeben. Der Druck sei groß, die Stadtverwaltung müsse nun nachziehen, sagte Sekler.

Dass der Antrag der Freien Wähler durchging, 235 000 Euro für die Überarbeitung alter Bebauungspläne im aktuellen Haushalt der Stadt einzustellen, komme Pfahlheim entgegen. Die müssten durchleuchtet werden, da manche Vorgaben nicht mehr zeitgemäß seien. Seien diese aktualisiert und zeitgemäß, an neue Bauformen angepasst, schaffe das Möglichkeiten für die Entwicklung im Ort. „Damit können wir dann innerörtliches Potenzial heben und müssen weniger neue Baugebiete am Ortsrand ausweisen.“

Es handle sich um eine Flut von Bebauungsplänen, die das Stadtplanungsamt bearbeiten müsse. Und dabei seien mit Konversion und Landesgartenschau schon arbeitsintensive Projekte zu bewältigen. Zusätzliches Personal zur Entlastung des Amtes zu bekommen, sei utopisch.⋌pe

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