Kindergärten in Pfahlheim wachsen zusammen

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Die Kinderbetreuungseinrichtung in Pfahlheim gilt als örtliches Vorzeigeprojekt.
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Der Pfahleimer Ortschaftsrat besichtigt den Verbindungsbau zwischen kirchlichem und städtischem Kindergarten. Was der Architekt zur Sanierung des „Roten Schulhauses“ sagt.

Ellwangen-Pfahlheim. Pfahlheim schafft sich mit seiner Kinderbetreuungseinrichtung ein örtliches Vorzeigeprojekt. Kirchlicher und städtischer Kindergarten sind bereits mit einem Neubau verbunden, und als repräsentativer Schlusspunkt gilt die Generalsanierung des „Roten Schulhauses“.

Bereits seit längerem besteht die Planung für diese Maßnahme. Das Architekturbüro Wetteskind hatte im Jahr 2018 die Kosten für die komplette Sanierung auf rund 1,6 Millionen Euro beziffert. Bei einem Ortstermin erläuterte Architekt Arne Wetteskind den Ortschaftsräten den Neubau und die anstehenden Arbeiten an dem denkmalgeschützten „Roten Schulhaus“.

Das 1902 errichtete Gebäude hat vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verändernde Eingriffe erfahren. Besonders die Außenfassade müsse sensibel und mit Abstimmung des Landesdenkmalamtes saniert werden. Nicht alles Äußere, meinte der Architekt weiter, ließe sich wieder im Originalzustand herstellen. Was auch nicht notwendig sei.

Innen müsse die Elektroinstallation komplett erneuert werden. Genauso wie der Sanitärbereich und die Zu- und Abwasserleitungen. Die Heizungsanlage von 2013 sei erhaltenswert und müsste eventuell nur teilweise ausgetauscht werden.

Ein wichtiger Faktor für die Erhaltung des Gebäudes und die Gesundheit der Kinder und Erzieherinnen sei die Installation einer zentralen Lüftungsanlage. Sie dient zum Feuchtigkeitsschutz der historischen Substanz und bewirkt einen zweifachen Luftaustausch pro Stunde. Die Erneuerung der Fenster sei genauso notwendig wie ein neues Dach.

Im Augenblick liege vom Denkmalamt noch kein detaillierter Restauratoren-Bericht vor. Dennoch gebe es eine überarbeitete Kostenberechnung vom Mai dieses Jahres, bei der man von ausgehe, dass zum heutigen Stand 1,714 Millionen Euro anfallen werden.

Die Preissteigerung von 2018 bis zum Bauabschluss im Jahre 2023 betrage 4,2 Prozent. Wenngleich dies bei der dynamischen Baupreisentwicklung der letzten Wochen schwer einzuschätzen sei. Er selbst sei zuversichtlich, dass sich die Preissteigerungen wieder in einen normalen Rahmen einpendeln werden. Baubeginn sei das Frühjahr 2022. Wenn alles gut verlaufe, könne die Kinderkrippe 2023 einziehen.

Ortsvorsteher Wolfgang Seckler freute sich über dieses neue Vorzeigeprojekt der Ortschaft und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit von Architekt und der Leiterin des Stadtbauamtes Elisabeth Balk.

Kündigung verärgert Bauern

Mit Aufregung in der Ortschaft, großer Enttäuschung und Unverständnis bei den Landwirten wurde das Kündigungsschreiben der Stadt Ellwangen für die gepachteten Gemeindegrundstücke aufgenommen. Vor allem, weil keiner der Betroffenen zuvor informiert wurde. Die bewirtschafteten und gepflegten Gemeindegrundstücke sollen nun als Ausgleichs- oder Tauschflächen für das Industriegebiet dienen. Als Verletzung der Hauptsatzung bezeichneten dies die betroffenen Pächter. Die Ortschaft und hier der Ortschaftsrat hätten nicht übergangen werden dürfen. Für die Verpachtung sei die Ortschaft selbst zuständig, so der Artikel 5 der Hauptsatzung. Auch der Ortschaftsrat stellte sich hinter seine Landwirte und kritisierte dieses Vorgehen aufs Schärfste. Eine vorhergehende Information wäre wünschenswert gewesen, so die Stellungnahme, die die Ortschaftsräte mit ihrem Ortsvorsteher in der Sitzung formulierten.

Eine Stellungnahme der Stadtverwaltung wünscht sich der Ortschaftsrat noch vor dem Treffen des OBs am 16. Juli mit den betroffenen Landwirten.

Die Preissteigerungen werden sich wieder einpendeln.“

Arne Wetteskind, Architekt

Jubiläums-Hocketse des Musikvereins am 20. August

Wie alle Sporthallen der Stadt Ellwangen bleibt auch die Kastellhalle in Pfahlheim während der Sommerferien geschlossen. Eine Ausnahme möchte der Ortschaftsrat machen. Der Musikverein feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen und habe dieses Jubiläum als großes Fest geplant. Von der zweieinhalbjährigen Planung sei nun eine Hocketse im Freien mit 250 Gästen übriggeblieben. Für dieses kleine Fest wäre die Küchen- und Toilettenbenutzung notwendig. Ebenso bei schlechtem Wetter der Innenbereich der Halle. Das mit dem Ordnungsamt abgestimmte Fest findet am 20. August statt. sab

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