Kita-Konsens: „Wir wollen keinen Schnellschuss“

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Die Verschmelzung des städtischen und des kirchlichen Kindergartens beschäftigte den Ortschaftsrat Pfahlheim. Symbolfoto: pixabay

Verschmelzung von Pfahlheims städtischem und dem kirchlichen Kindergarten ist für 2023 geplant.

Ellwangen-Pfahlheim. „In Sachen Kindergarten waren viele nicht auf dem aktuellen Stand“, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Seckler bei der Sitzung des Pfahlheimer Ortschaftsrates am Dienstagabend in der Kastellhalle. Deshalb habe es vergangene Woche eine Besprechung mit allen Beteiligten gegeben. „Ein Rest an Wünschen und Forderungen ist wohl am Ende geblieben“, so Seckler. Doch: „Wir haben versucht, Brücken zu bauen, eine Führung im Haus gemacht und sind von der Ausführung begeistert.“

Der Hintergrund: kirchlicher und städtischer Kindergarten sollen zusammengelegt werden. Wie das funktionieren soll, dafür ist viel gemeinsame und einfühlsame Arbeit nötig, damit am Ende etwas Gutes entsteht, das für alle passt, in dem sich alle wiederfinden. Deshalb sei der Konsens der Zusammenkunft gewesen: „Wir wollen keinen Schnellschuss.“ Damit könne sonst das gute zukünftige Miteinander gefährdet werden. Das Vertrauen unter den Verhandlungspartnern sei das A und O, fand der Ortsvorsteher. Ziel sei es, das gesamte Projekt bis Ende 2022 oder Anfang 2023 zu realisieren. Der Umbau im Bestand vereinfache die Sache nicht. Dass es sich beim Roten Schulhaus um ein historisches Gebäude handle, auch nicht. Da könne immer Unvorhergesehenes auftreten.

Ratsmitglied Christian Vollmer erkundigte sich, ob auch die vielen Ausfälle in der Betreuung bei dem Treffen ein Thema gewesen seien. Bürgermeister Volker Grab hatte dazu eine Nachricht, die vielleicht für etwas Entlastung des Zustands sorgen könnte: „Die Verschmelzung der beiden Kindergärten ist zwar erst 2023. Aber personell dürfen beide Einrichtungen jetzt schon zusammenarbeiten.“ Im Rahmen dessen, was für die Erzieherinnen vorstellbar ist. Der „Erzieherinnenmarkt“ sei leer gefegt. Durch Corona und die psychische Belastung seien zudem die Krankenstände höher als sonst. Dies führe bei einigen Kindergärten im Stadtgebiet zu Ausfällen in der Nachmittagsbetreuung. „In den vergangenen sieben Jahren haben wir unser Personal in städtischen Kindergärten von 32 auf 90 erhöht“, berichtete der Bürgermeister.

„Ich habe vom Ordnungsamt unsere Coronazahlen in Pfahlheim bekommen und umgerechnet. Damit kommen wir auf eine Inzidenz von über 2000“, sagte Seckler. 23 Prozent aller im Stadtgebiet erfassten Coronafälle aus der Woche vom 10. bis 18. November seien in Pfahlheim gewesen, führte Grab aus. Was mit dem Weihnachtsmarkt des Freizeitclubs am 10. Dezember wird, will der Club zwei Wochen zuvor nach aktueller Lage entscheiden. „Das Hauptproblem sind die Getränke- und Essensstände, weil sich dort die Menschentrauben bilden“, erklärte Grab. „Ich würde es begrüßen, wenn er ausfallen würde.“

In seinem Jahresrückblick führte Seckler als einen der Hauptpunkte die Radwegekonzeption an, die „massiv beschäftigt“ habe, die Umbaupläne für den Kindergarten, die Überlegungen für die L1076 Ortsdurchfahrt Pafhlheim, den fertigen Gehweg beim Hasenberg, das Grüne Klassenzimmer, das der Förderverein realisiert habe.

Das Vereinsleben mache ihm Sorgen. „Wir sollten überlegen, wie wir die Vereine als Ortschaft unterstützen könnten.“

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