Strukturen wachsen zusammen

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Der katholische (links) und der städtische Kindergarten (rechts) haben einen Verbindungsbau erhalten. Nach dem Ende der Bauarbeiten sollen beide Einrichtungen unter der Regie der Stadt zusammengeführt und betrieben werden.
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Wie der Stand bei der Verschmelzung des städtischen und kirchlichen Kindergartens in Pfahlheim ist und wie es weitergeht.

Ellwangen-Pfahlheim

In Sachen Kindergarten waren viele nicht auf dem aktuellen Stand“, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Seckler bei der Sitzung des Pfahlheimer Ortschaftsrates am Dienstagabend in der Kastellhalle. Deshalb habe es vergangene Woche eine Besprechung mit allen Beteiligten gegeben: Bürgermeister, Bernd Beckler vom Amt für Bildung und Soziales, Vertreter der Ortschaft, Kirchengemeinderäte, sämtliche Mitarbeiterinnen der Kindergärten und die Elternvertreter.

„Ein Rest an Wünschen und Forderungen ist wohl am Ende geblieben“, so Seckler. Doch: „Wir haben versucht, Brücken zu bauen, eine Führung im Haus gemacht und sind von der Ausführung begeistert.“ Der Hintergrund: kirchlicher und städtischer Kindergarten sollen zusammengelegt werden. Am „Wie“ - daran ist viel gemeinsame und einfühlsame Arbeit nötig, damit am Ende etwas Gutes, das für alle passt, in dem sich alle wiederfinden, entsteht. Deshalb sei der Konsens der Zusammenkunft gewesen: „Wir wollen keinen Schnellschuss.“ Damit könne sonst das gute zukünftige Miteinander gefährdet werden. Das Vertrauen unter den Verhandlungspartnern sei das A und O, fand der Ortsvorsteher. Ziel sei es, das gesamte Projekt bis Ende 2022 oder Anfang 2023 zu realisieren. Der Umbau im Bestand vereinfache die Sache nicht. Dass es sich beim Roten Schulhaus um ein historisches Gebäude handle, auch nicht. Da könne immer Unvorhergesehenes auftreten. Wie Corona die Materialbeschaffung beeinflusse, lasse sich noch nicht einschätzen.

Ratsmitglied Christian Vollmer, erkundigte sich, ob auch die vielen Ausfälle in der Betreuung bei dem Treffen ein Thema gewesen seien.

Bürgermeister Volker Grab hatte dazu eine Nachricht, die vielleicht für etwas Entlastung des Zustands sorgen könnte: „Die Verschmelzung der beiden Kindergärten ist zwar erst 2023. Aber personell dürfen beide Einrichtungen jetzt schon zusammenarbeiten.“ In Rahmen dessen, was für die Erzieherinnen vorstellbar ist. Der „Erzieherinnenmarkt“ sei leergefegt. Durch Corona und die psychische Belastung seien zudem die Krankenstände höher als sonst. Dies führe bei einigen Kindergärten im Stadtgebiet zu Ausfällen in der Nachmittagsbetreuung. „In den vergangenen sieben Jahren haben wir unser Personal in städtischen Kindergärten von 32 auf 90 erhöht“, berichtete der Bürgermeister.

In seinem Jahresrückblick führte Seckler als einen der Hauptpunkte die Radwegekonzeption an, die „Massiv beschäftigt“ habe, die Umbaupläne für den Kindergarten, die Überlegungen für die L1076 Ortsdurchfahrt Pafhlheim, den fertigen Gehweg beim Hasenberg, das Grüne Klassenzimmer, das der Förderverein realisiert habe. Das Vereinsleben mache ihm Sorgen. „Wir sollten überlegen, wie wir die Vereine als Ortschaft unterstützen könnten.“

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