Zweites Kastelltor freigeschnitten

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Peter Feil, Martin Schuster, Martin Eiberger und Jonas Groß (von links) haben am Halheimer Römerkastell gemeinsam im Rahmen der Ellwanger Umweltschutzwoche das zweite "Kastelltor" freigeschnitten.

In Pfahlheim wurden die Umrisse des Halheimer Römerkastells in der Hecke wieder sichtbar gemacht. Im Gewann "Katzenbank", nahe Hochgreut, entstand ein Ruheort am Wasser.

Ellwangen-Pfahlheim

Seit Jahren beteiligt sich Pfahlheim an der Ellwanger Umweltschutzwoche. Jetzt gab es Aktionen am Limeskastell Halheim und im Gewann "Katzenbank".

Die Umrisse des Halheimer Römerkastells werden seit Jahrzehnten durch eine auf den Grundmauern aufgepflanzte Hecke veranschaulicht. In der Hecke waren einst zwei Lücken, die die beiden Kastelltore optisch veranschaulichten. Doch weil der Landwirt, der einst den Innenbereich bewirtschaftete, nur den Zugang im Süden nutzte, wuchs das zweite Tor zu.

Pfahlheims Ortsvorsteher, Wolfgang Seckler bemüht sich seit Jahren darum, dass Kastell optisch aufzuwerten und so für Touristen noch attraktiver zu machen. Sein Engagement wurde jedoch stets vom Limesinformationszentrum gebremst. Vor acht Jahren war nur das Aufstellen eines Kunstgussmodells eines ähnlichen Kleinkastells genehmigt worden, sagt Seckler. Weitere, vor allem bauliche Maßnahmen wurden ihm bisher untersagt. Seit Andreas Schaflitzl aber beim Landesdenkmalamt neuer Limes-Koordinator ist, weht neuer Wind. Schaflitzl habe ihm genehmigt, dass er das einstige zweite "Tor" freischneiden darf, freut sich Seckler.

Die Arbeiten wurden unter der Regie des Halheimer Ortschaftsrates Martin Eiberger und von Freiwilligen der Dorfgemeinschaft erledigt. Sie rückten mit Kettensägen und Baumscheren an, um in der Hecke das einstige "Nordtor" freizulegen. Jetzt seien in der Hecke die im Kunstgussmodell sichtbaren beiden Zugänge erkennbar, sagt Seckler. Als Nächstes soll die Hecke zurückgeschnitten werden. Dies war zuletzt vor über 14 Jahren geschehen.

Wasserstelle hergerichtet

Unter der Regie des Baufachmanns Karl Böhm wurde eine Wasserstelle im Gewann "Katzenbank", nahe des Teilorts Hochgreut, wiederhergerichtet. Diese war Ende der 1960er Jahre im Rahmen der Flurneuordnung geschaffen worden.

Böhm hat im Vorfeld des Aktionstages mittels eines Betonrings ein Wasserbecken geschaffen und nach unterirdischen Drainagen und Wasserzuläufen gebaggert. Zudem hat er mit großen Steinquadern eine Sitzgelegenheit geschaffen. Aktive des STC Beersbach haben am Aktionstag die Steinquader mit Dielen beplankt und so eine Holzbank gezimmert. Zudem wurden ausgeschwemmte Bereiche des Pflasters zubetoniert und mit in Beton gelegten Steinen oberflächliche Wasserläufe geformt.

Das Areal bilde jetzt einen tollen Ruhebereich. Beim für November geplanten zweiten Aktionstag, soll der Bereich "Katzenbank" noch bepflanzt werden, kündigte der Ortsvorsteher an.

Am Projekttag will dann der "Förderverein Pfahlheim" das neue "grüne Klassenzimmer" bepflanzen. Das Klassenzimmer ist um ein langgehegter Wunsch des Lehrerkollegiums der Kastellschule, sagt Seckler. Der Förderverein finanziere das Projekt, der städtische Bauhof müsse bis zum Projekttag mit Quadersteinen eine Art Arena anlegen.

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