Zum Tode von

Pfarrer Gerhard Keitel

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Ellwangen. Gerhard Keitel war nicht nur evangelischer Stadtpfarrer von Ellwangen. Sein Name bleibt untrennbar verbunden mit dem Geist des Miteinanders.

Keitel studierte evangelische Theologie in Tübingen und Marbach. Nach Stationen in Großaspach und Langenau nahm er sein Amt in Ellwangen im September 1986 auf. Dreizehn Jahre lang gestaltete er als evangelischer Stadtpfarrer die Ökumene aktiv mit. Unvergessener Höhepunkt ist seine Initiative zur symbolischen Türöffnung zwischen der evangelischen Stadtkirche und der katholischen Basilika 1999. Auf seinen Impuls hin wurde die über 200 Jahre lang verschlossene Tür zwischen den Kirchen wieder geöffnet. In jenem Jahr verabschiedete sich der Vater von vier Kindern und sechsfache Großvater zudem in den Ruhestand.

Keitel pflegte herzlichen Umgang mit allen Generationen, war von der Kinderkirche über die Erwachsenenbildung, in Chören und der Seniorenarbeit aktiv. Gemeinsam mit seinem Freund, dem verstorbenen katholischen Dekan Patriz Hauser, rief er den Ambulanten Ökumenischen Hospizdienst ins Leben.

Bis zuletzt blieb Keitel mit seiner Frau Eva in Ellwangen wohnen. Dort starb Gerhard Keitel nun nach langer schwerer Krankheit am Sonntag im Alter von 83 Jahren. jku

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