Polizeieinsatz in der LEA: Regierungspräsidium weist Vorwürfe zurück

  • Weitere
    schließen
+
Archivbild: Redaktion

Alassa and Friends behaupten, Streit in der LEA sei wegen Selbstmordabsichten eines Bewohners entstanden

Ellwangen. Im Nachgang zu einem Polizeieinsatz wegen in der LEA Ellwangen erhob die Gruppe  Alassa and Friends Vorwürfe gegen das Regierungspräsidium Stuttgart und die Polizei.

Die Polizei hatte vorige Woche am Dienstag einen Einsatz in der LEA gemeldet. Ein Streit zwischen zwei 16 und 23 Jahre alten Bewohnern endete demnach in einer handfesten Auseinandersetzung. Andere Bewohner hätten sich eingemischt, vermutlich zum Schlichten, wie die Polizei meldete. Die Situation sei jedoch sehr unübersichtlich gewesen, mehrere Streifen fuhren auf, die Beamten mussten Tränengas einsetzen, um die Streitenden zu trennen. Es gab Verletzte, die teils sogar im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ein 18-Jähriger wurde in Gewahrsam genommen. Alassa and Freinds behauptet, bei dem Streit sei es um einen Mann aus Algerien gegangen, der schon seit neun Jahren von Aufnahmeeinrichtung zu Aufnahmeeinrichtung weitergereicht wurde. Auf seine Ankündigung, er wolle sich jetzt das Leben nehmen, hätten andere Bewohner versucht, ihn davon abzuhalten, was dann in den Streit eskalierte. In der LEA habe der Mann die dringend benötigte psychiatrische Hilfe nicht bekommen.

Stefanie Paprotka, Pressesprecherin des RPS, weist den Vorwurf zurück. Aufgrund der Schweigepflicht könne sie über individuelle Erkrankungen keine Angaben machen. Aber jede ärztliche Hilfe, auch psychiatrische, die ein LEA-Bewohner braucht, werde entweder ambulant in der LEA oder bei akuten Fällen auch in einer Klinik geleistet. Der Vorwurf, einer der am Streit Beteiligten, befinde sich seit Jahren in der Erstaufnahme, stimme nicht.

Nach Informationen der SchwäPo war der Streit maßgeblich auf Alkoholkonsum zurückzuführen. gek

Zurück zur Übersicht: Ellwangen

WEITERE ARTIKEL