Problem mit dem Biber in Nordhausen?

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Eltern aus dem Neubaugebiet montieren auf dem mitten im Wohngebiet neu geschaffenen Spielplatz die Geräte und den Zaun.
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Die Wohnbauplätze in Nordhausen sind offenbar bei Bauwilligen beliebt.

Unterschneidheim-Nordhausen. Der Nordhäuser Ortschaftsrat befasste sich in der Sitzung mit der Fertigstellung des neuen Spielplatzes. Weitere Themen waren das Erschließen weiterer Bauplätze, der Breitbandausbau und das „Problem Biber“.

Spielgeräte: Im Neubaugebiet „Bückle“ war bereits vor mehreren Jahren eine 520 Quadratmeter große Fläche als Spielplatz reserviert worden. Nachdem es in der alten Siedlung keine Kinder mehr gebe, sei der dortige Spielplatz aufgegeben und die Fläche verkauft worden, erinnerte Ortsvorsteher Josef Uhl. Weil es im aktuellen Neubaugebiet zunehmend mehr Kleinkinder gebe, habe man dort einen Spielplatz geschaffen.

Unter der Regie des Gemeinderats Ansgar Uhl hätten Eltern jüngst die Spielgeräte montiert, berichtete der Ortsvorsteher. Franz Bäuerle und Helmut Christ hätten einen schönen Zaun angebracht. Die Kosten ohne Grunderwerb bezifferte Uhl auf 20 000 Euro. Der Platz werde bereits fleißig genutzt. Um den Spielplatz einige Jahre nutzen zu können, appellierte er, mit den Geräten schonend umzugehen.

Bauplätze: Im aktuellen Bauabschnitt seien bereits alle für Einfamilienhäuser gedachte Grundstücke verkauft, informierte der Ortsvorsteher. Dies führte er auf die Nähe zum Hauptort zurück. Lediglich der Verkauf der für Reihenhäuser reservierten Bauplätze sei noch offen. Deshalb müssten neue Bauflächen erschlossen werden, sagte Uhl in Richtung Bürgermeister Nikolaus Ebert.

Dieser erklärte, dass es auch für diese Flächen Interessenten gebe. Dem ersten Bauträger habe man mitgeteilt, dass er sich jetzt entscheiden müsse, ob er noch bauen wolle. Falls nicht, kontaktiere man den nächsten auf der Vergabeliste stehende Interessent.

Biber: „So langsam bekommen wir mit dem Biber ein großes Problem“, sagte Ortsvorsteher Uhl. Das Nagetier habe oberhalb des Freizeitgeländes am Achbach fünf Dämme angelegt und Erdreich in den Auslauf des dortigen Weihers geschafft. Die Feuerwehr sei nicht in der Lage, den Dreck heraus zu spülen.

Erdreich von Hand aus einem Mönch zu schaufeln, sei nicht die Aufgabe der Feuerwehr, erklärte hierzu der Kommandant der Gesamtwehr, Anton Liebhaber, auf Anfrage der SchwäPo. Solche Arbeiten müssten der Pächter beziehungsweise der Eigentümer selbst übernehmen.

Aus den Reihen des Gremiums hieß es, dass der Biber seine Scheu verloren habe und sich tagsüber in unmittelbarer Nähe den Menschen zeige. Uhl appellierte an den künftigen Bürgermeister Johannes Joas, sich dieser die Sache anzunehmen.

Breitband: Ortschaftsrat Berthold Uhl erkundigte sich nach dem Breitbandausbau im Weiler Harthausen. Die EnBW wolle die Stromleitung zwischen Nordhausen und Harthausen in den Bodenverlegen, hieß es bei der anschließenden Diskussion. In diesem Zuge könnte doch ein Leerrohr verlegt werden. Der Gemeinderat Ansgar Uhl war sich sicher, dass bereits eine rund 100 Meter lange Trasse erdverkabelt sei. Deshalb will sich der Bürgermeister bei der EnBW nach dem Stand ihrer Planungen erkundigen.Franz Rathgeb

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