Protest gegen § 218

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Arbeitskreis Frauen der Grünen Ansbach beteiligt sich an Aktionen.

Ansbach. Der Arbeitskreis Frauen des Grünen Kreisverbandes Ansbach bezieht Stellung gegen den Paragrafen 218 des Strafgesetzbuches.

„Dieser Paragraf kriminalisiert ungewollt Schwangere und durchführende Ärztinnen und Ärzte“, so Lisa Renz-Hübner und Katharina Sparrer vom Arbeitskreis Frauen des Grünen Kreisverbandes. Ungewollte Schwangerschaften würden immer noch tabuisiert. Der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen sei ein Frauenrecht und müsse Teil der medizinischen Grundversorgung werden. Weil der Paragraf 218 Abtreibung unter Strafe stellt und sich auch Ärztinnen und Ärzte strafbar machen, entstehen Versorgungslücken und die Frauen müssten weite Wege auf sich nehmen. In ganz Mittelfranken gebe es laut Liste der Bundesärztekammer nur zwei Praxen im Großraum Nürnberg, die Schwangerschaftsabbrüche bis zur zwölften Woche durchführen. In ganz Niederbayern und der Oberpfalz gibt es bereits keinen einzigen Arzt mehr, der operativ Abtreibungen durchführt. „Diese weiten Fahrstrecken sind unzumutbar und zudem eine organisatorische und finanzielle Herausforderung für die Schwangeren, zumal medizinische Komplikationen auftreten können.“, so die Stellungnahme des Arbeitskreises.

Der Paragraf 218 wurde am 15. Mai 1871 im Reichsstrafgesetzbuch eingeführt. Zum 150. Jahrestag finden am 15. Mai deutschlandweit Protestaktionen statt, an denen sich auch die Grünen Ansbach beteiligen.

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