Radierung offenbart ganz neue Facetten

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Ulrich Brauchle (links) präsentierte sein Bild von Pater Philipp Jeningen, eine Radierung, im Jeningenheim vor zahlreichen Gästen am Sonntag. Dr. Wolfgang Steffel (rechts) von der "action spurensuche" klärte über den Entstehungsprozess auf. Foto: Achim Klemm

Ulrich Brauchle präsentiert neues Porträt von Pater Philipp Jeningen.

Ellwangen. Die Seligsprechung von Pater Philipp Jeningen rückt langsam näher. Der Ellwanger Künstler Ulrich Brauchle leistete nun mit dem Porträt Jeningens einen bildlichen Beitrag für das Ereignis, das am Samstag, 16. Juli, in der Stadt gefeiert wird.

„Der Pater wirkt noch bis in unsere heutige Zeit hinein. Ulrich Brauchle hat sich viel mit ihm auseinandergesetzt, um auch seine Charakterzüge in dem Werk erkennbar zu machen. Das ist ihm sehr gut gelungen“, sagte Pfarrer Prof. Dr. Sven van Meegen in seiner Begrüßung. Die geistliche Bewegung „action spurensuche“ beauftragte Ulrich Brauchle mit der Schaffung des neuen Bildes, der lange die vorhandenen Darstellungen Pater Philipp Jeningens studierte. Eigentlich schwebte dem Leitungsteam ein Ölgemälde vor, das von dem Ellwanger Künstler eher kritisch gesehen wurde. Es sei weder notwendig, noch zielführend, ein weiteres Ölbild in der langen Reihe diese Genres hinzuzufügen, lautete sein Urteil. Er bemerkte: „Es ist eigentlich schon alles gesagt worden. Es musste daher etwas in Schwarz-Weiß sein.“ Brauchle bevorzugte deshalb die Radierung, um den Missionar ins Bild zu rücken.             

Das Bild zeigt nun ganz neue Facetten des Ellwanger Volksmissionars und Mystikers. Beim Betrachten des Bildes werden die Spuren, die das Leben zeichnete, im Gesicht Pater Philipp Jeningens sichtbar und verleihen ihm Charakter und Ausdruckskraft. Der „gute Pater Philipp Jeningen“, wie er von den Menschen oft genannt wird, spricht ihn unmittelbar aus seiner Zeit heraus mit einer hohen Intensität an.     

Über den Schaffungsprozess und wie das Bild im Detail entstanden ist, klärte der Künstler im Anschluss auf: „Das Bild sollte künstlerisch anspruchsvoll sein. Es soll Pater Philipp Jeningen näher an den Betrachter rücken und es regt dazu an, sich auf ihn einzulassen“, so Brauchle. Das Porträt Jeningens ist in eine Schriftlandschaft gesetzt worden. Berühmte Zitate des Ellwanger Volksmissionars sind dort in Spiegelschrift lesbar, wie sein bekannter Spruch: „Mit Demut und Liebe kann man alles erreichen.“

Am Ende der Bildpräsentation strich Brauchle die Bedeutung des Paters in unserer heutigen Zeit heraus: „Er hatte ein besonderes, einnehmendes Wesen, das von Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Zuversicht geprägt war. Er war eine Lichtgestalt, die unsere Gesellschaft doch so dringend braucht.“   

Die Bildvorstellung wurde vom Leitungsteam der „action spurensuche“ um Wolfgang Steffel und stimmungsvoller Instrumentalmusik umrahmt. ⋌ak 

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