Rainau

Die Mehrzweckhalle wird saniert

+
Die Mehrzweckhalle in Dalkingen ist in die Jahre gekommen
  • schließen

Architekt Mathis Tröster präsentiert dem Gremium die Entwurfsplanung zur Komplettsanierung der Mehrzweckhalle in Dalkingen.

Rainau

Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, die Sanierung der Mehrzweckhalle in Rainau-Dalkingen anzugehen. Damit steht für Rainau das nächste Großprojekt an. Die 40 Jahre alte Mehrzweckhalle ist stark sanierungsbedürftig. Sie soll generalsaniert und in ein modernes Kultur- und Sportzentrum verwandelt und so zum neuen Dorfzentrum werden.

Architekt Mathis Tröster vom Büro ACT stellte die Entwurfsplanung vor. Zunächst hatte er viel Lob für das Bauwerk. Man habe damals mit hochwertigen Materialien gearbeitet und auch bei der Raumaufteilung alles richtig angelegt. Jedoch entspreche die Halle heute in vieler Hinsicht nicht mehr den gültigen Normen und Vorschriften. Die Umsetzung dieser Gebote machen bereits 80 Prozent der Kosten aus und lassen sich nicht diskutieren odereinsparen.

Anhand der neuen Hallenpläne zeigte Tröster dem Gremium die Sanierungsteile auf. Statt der Kegelbahn ziehe in diese Räume die Technik und die Luftfilteranlage ein. Es werde einen eigenen Sportlerzugang für die Halle geben, Kinder- und Behinderten-WC, zwei Küchenzugänge, eine eigene Getränketheke, eine Aufdimensionierung der Damen-WCs und eine Optimierung der weiteren Nebenräume.

Im Obergeschoss sind für die Übungsleiter Umkleiden angedacht. Ein vergrößerter Dorfsaal werde entstehen. Die Terrasse erhalte einen vergrößerten Außenbereich und eine Begegnungsfläche auf der Südseite.

Geheizt werde zukünftig mit einer Niedrigtemperatur- und Fußbodenheizung. Der Strom dafür komme von der Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Außenhülle der Halle werde gedämmt und die ganze Halle, so der Architekt, werde innen und außen die Architektursprache des Jahres 2020 erhalten. Das Sanierungskonzept hat der Architekt mit der AG Bauen und Technik erarbeitet.

Dass man die Halle nicht einfach nur schließen, sondern mit Unterstützung von Eigenleistung sanieren möchte, darüber waren sich alle in der Gemeinde schon lange einig. Denn die Halle wird von mindestens zehn Vereinen und Gruppierungen regelmäßig genutzt. Vom Kindergarten über die Grundschule, dem Rad-Motor-Sport-Verein Buch bis hin zum Schachclub Rainau. Bestimmt war jeder Rainauer schon mehrmals zu verschiedenen Veranstaltungen vor Ort. Damit das so bleiben kann, müssen rund 4,6 Millionen Euro investiert werden. Davon verschlinge alles Technische eine Million Euro. Alle erhaltenswerte Bauteile, so Tröster, bleiben, da sie in Top-Zustand wären. Das Ergebnis werde heller, lichter und bunter sein, innen und auch von der Außenansicht.

Bürgermeister Christoph Konle dankte für die aufwendige Vorarbeit den fünf Mitgliedern der Arbeitsgruppe Bauen und Technik. Er hofft, dass aus dem Energiefresser Nummer 1 des Ortes bald der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens wird – ein echter Dorftreffpunkt generationenübergreifend. Der Umsetzungsentscheidung gehe mittlerweile ein zehnjähriger Planungs- und Bürgerbeteiligungsprozess voraus.

Wichtig für die Umsetzung sei die Bewilligung des Förderantrags im Programm Ländlicher Raum (ELR). Eine Million Euro aus Stuttgart könnte fließen. Eine Zusage wird im März/April erwartet. Rechne man andere Förderungsmöglichkeiten hinzu, bleibe der Eigenanteil bei zirka 1,84 Millionen Euro. Kohnle hofft, dass der 100-köpfige Förderverein mit Eigenleistungen noch Einsparungen erbringt.

Gefahrenabwehr

Einen Plan zur Gefahrenabwehr und Krisenbewältigung haben Hauptamtsleiter Arne Spahr und Feuerwehr-Kommandant Jürgen Kasprowitsch für Rainau erarbeitet. Dieser Notfallplan für Stromausfall, Unwetterereignissen, Massenanfall von Verletzten, Waldbränden, regele Aufgaben und Maßnahmen. Um Schwabsbergs Wohngebiet Kohlplatte vor Starkregenüberschwemmung zu schützen, soll der angrenzende Feldweg ein anderes Gefälle bekommen, der das Regenwasser auf die Wiese ableite. Ortsbaumeister Anton Ernsperger ist sicher mit dieser 15.000 Euro Investition, das Problem zu beseitigen.

Zurück zur Übersicht: Rainau

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare