Die Naturvielfalt am Bucher Stausee

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Graugänse sind auch im Naturschutzgebiet Vorbecken Buch zu Haus.

Das Naturschutzgebiet Vorbecken Buch besteht seit 30 Jahren. Er bietet seitdem zahlreichen Tieren eine Heimat – darunter auch seltenen Vögeln. Warum der See darüber hinaus ein Anziehungspunkt ist.

Rainau-Buch

Vor 30 Jahren hat das Regierungspräsidium das Vorbecken des Bucher Stausees bei Ellwangen zum Naturschutzgebiet ernannt. Es soll Tieren und Pflanzen ungestörte Rückzugsräume verschaffen. Beim Vorbecken Buch gibt es jedoch eine besonders gute Möglichkeit, die Natur zu erleben, ohne sie zu stören. "Von der Plattform auf dem Damm des Vorbeckens lässt sich die Vogelwelt sehr gut beobachten", sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

Auch im Winter ist dieses Naturschutzgebiet einen Besuch wert. "In der kalten Jahreszeit ist es ein besonders schönes Naturerlebnis, wenn man überwinternde Vogelarten wie den Eisvogel entdeckt", so Regierungspräsident Reimer weiter. Eine Panoramatafel auf der Plattform hilft dabei, die entdeckten Tiere zu identifizieren.

Obwohl das Vorbecken ein künstlich angelegter Lebensraum ist, brüten hier erstaunlich viele selten gewordene Vogelarten. Geradezu einmalig in der Umgebung ist der Kiebitz. Dank der jährlichen Pflegemaßnahmen durch den Landschaftserhaltungsverband Ostalbkreis (LEV) brüten seit vielen Jahren drei bis vier Kiebitzpaare auf einer Insel im Vorbecken – es gibt jedoch auch viele andere Brutvögel. Nur die Fluss-Seeschwalben sind noch zurückhaltend. Auf dem eigens für sie bereitgestellten Seeschwalbenfloß brüten stattdessen die ebenfalls willkommenen Graugänse. Während sich Flussregenpfeifer, Teichrohrsänger und Co. im Herbst nach Afrika verabschieden, bleiben Graureiher, Reiherente und Teichhuhn auch im Winter am Vorbecken. Daneben halten sich dort im Winter unter anderem Tafel-, Krick-, und Schnatterente auf, sodass es viel zu sehen gibt.

Von der Plattform auf dem Damm des Vorbeckens lässt sich die Vogelwelt sehr gut beobachten.

Wolfgang Reimer Regierungspräsident

Ein besonderes Erlebnis ist es auch, dem blau schillernden Eisvogel beim Jagen zuzusehen. Beim Fischen durchstößt er mit seinem dolchartigen Schnabel die Wasseroberfläche. Die kleinen Fische, die er so fängt, verschlingt er am Stück. Durch die frühzeitige Ernennung des Vorbeckens Buch zum Naturschutzgebiet konnte die Fläche als attraktiver Lebensraum für die zahlreiche Wasservögel gesichert werden und lädt zum Erleben der Natur ein.

Der neue barrierefreie Seezugang lockt seit dem Sommer 2020 noch mehr Badegäste an den Bucher Stausee. Archivfoto: sab

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