Ein neues, bekanntes Gesicht

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Von Bürgermeister Christoph Konle (links) wurde Manfred Kolb als Nachrücker für Harry Tauber als Gemeinderat verpflichtet
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Manfred Kolb kehrt in den Rainauer Gemeinderat zurück.

Rainau. Als Gemeinde attraktiv bleiben ist das Hauptanliegen eines jeden Bürgermeisters. In Rainau sind viele Attraktivitätspunkte vorhanden. Eine zentrale Lage, eine gute Anbindung, ein Bahnknoten in allen Richtungen und eine Innenentwicklung und ein ökologisch intaktes Umfeld. Was sich allerdings alle wünschen, die in Rainau leben wollen, ist eine gleichmäßige Entwicklung der Neubaugebiete in allen Ortsteilen.

In den letzten Jahren sind so 130 neue Bauplätze erschlossen worden. Auch in der Innenentwicklung ist viel passiert. Die Gemeinde habe alte Hofstellen aufgekauft, Sanierungen und Neubauten begleitet. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, meinte Bürgermeister Christoph Konle in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Zwar stehe für ihn die Innenentwicklung stark im Fokus und er werde sich immer dafür einsetzen, dass leerstehende Hofstellen Aufnahme ins Sanierungsprogramm erhielten, um schnell umgenutzt zu werden. Dennoch, die Ausweisung von Neubaugebieten in allen drei großen Teilorten solle zukünftig möglichst gerecht erfolgen.

Der Bedarf solle regelmäßig einmal jährlich abgefragt werden und sobald in einem Teilort mindestens fünf Bauwillige vorhanden seien, soll die Gemeindeverwaltung die Erschließung von mindestens zehn Bauplätzen im jeweiligen Teilort prüfen. Der Bauzwang werde auf fünf Jahre festgelegt. Somit erhalte man eine maßvolle Außenentwicklung und ein gesundes Wachstum, das in Einklang mit der Gesamtentwicklung in allen Ortsteilen stehen.

Ausführlich erläuterte der Bürgermeister bei seinem Sachstandsbericht das bisher Erreichte in allen drei Ortsteilen. Man habe zum Beispiel im Ortsteil Buch die Hofstelle Aalener Straße 23 gekauft und abgerissen, an einen örtlichen Investor veräußert, der ein Mehrfamilienhaus mit 13 Wohneinheiten und einem Friseursalon plane.

Man begleite in Dalkingen die Entwicklung des ehemaligen Dreschhallenplatzes. Das Gasthaus Rister in Saverwang habe ein privater Investor gekauft, der es umnutzen oder eventuell abbrechen will, um neue Wohnbebauung zu schaffen. Die Gemeinde plane außerdem auf der Bürgerplattform „rainau.de“ eine Leerstands-, Baulücken- und Wohnungsplattform zu installieren.

Mit all diesen Maßnahmen werde man die Daueraufgabe Innenentwicklung bewältigen können. Derzeit sei man in Planung von fünf Wohnbaugebieten: Baugebiet „Mühlberg“ und „Bangertsäcker“ in Schwabsberg, Baugebiet „Im Gabelweiher“ in Buch, 2. Erweiterung des Bebaungsplan Rainau-Weiler und die Innenentwicklung „Um das Dorfhaus“ in Saverwang.

Erschließung neuer Wohngebiete sind immer mit Öko-Punkten verknüpft. Vom Landschaftserhaltungsverband Ostalb e. V. (LEV) präsentierte Julia Zwick wie Öko-Punkte für die Gemeinde zu generieren seien. Und zwar in dem sich die Gemeinde dem landesweiten Biotopverbund anschließe und ihre ökologisch wertvollen Flächen aufwerte oder neu erschließe. Dieses Netzwerk der Natur soll bis 2030 auf 15 Prozent der jeweiligen Landesfläche erweitert werden. Attraktiv sei für jede Gemeinde, die zum Beispiel Blühflächen oder Blumenwiese, Still- und Fließgewässer anlege oder renaturiere oder Gewässer-Randstreifen aufwerte oder eine Streuobstwiese anlege, das Ganze auf jeden Fall. Die Planungskosten für diese Maßnahmen werden zu 90 Prozent gefördert. Werde das ganze Projekt dann umgesetzt, werden 70 Prozent der Kosten übernommen und für die 30 Prozent, die die Gemeinde bezahlt werden, Öko-Punkte angerechnet. Andere Fördermaßnahmen, so Zwick, können ebenfalls in Anspruch genommen werden. Bei einer Enthaltung stimmten die Räte zu ein Planungsbüro zu beauftragen, um die Förderung und Umsetzung des landesweiten Biotopverbundes auch in Rainau umzusetzen.

Neuer Rat

Als Gemeinderat verpflichtet wurde Manfred Kolb. Auf ihn fiel als Nachrücker für den letztjährig ausgeschiedenen Harry Tauber unter vier Kandidaten das Los. Er war bereits vor Jahren zehn Jahre lang im Gemeinderat, kennt die Gemeinde als örtlicher Totengräber und bekam aufgrund seines Alters von 78 Jahren gleich den Titel „Alterspräsident“. Sabine Freimuth

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