In Rainau soll eine Halle für alle entstehen

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Um die Sanierung der Mehrzweckhalle in Dalkingen ging es bei der Sitzung im Saverwanger Dorfhaus.
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Rund 4,6 Millionen Euro kostet die Generalsanierung der Dalkinger Mehrzweckhalle. Die Gemeinde hat hierfür insgesamt 2,179 Millionen Euro Fördergelder erzielt.

Rainau

Eine Halle für alle soll mit der Sanierung des Sport- und Kulturzentrums in Rainau-Dalkingen entstehen. Zwar werde die Halle, so Bürgermeister Christoph Konle im Gemeinderat, auch Dalkinger Halle genannt, genutzt werde sie aber von Vereinen der Gesamtgemeinde. Der Radsportclub Buch trainiere hier genauso wie der Schwabsberger Schachklub.

Zur Finanzierung der Sanierung habe die Verwaltung Förderanträge aus drei Töpfen gestellt und mit einer zugesagten Gesamtfördersumme von 2,179 Millionen Euro eine Trefferquote von 100 Prozent erzielt. Konle dankte hier Landrat Dr. Joachim Bläse für die politische Unterstützung. Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum komme eine Million Euro, aus dem Bundesprogramm 990. 000 Euro und aus der Sportstättenförderung des Landes 189.000 Euro. Das Architekturbüro ACT ging im September 2021 von einer Gesamtbausumme von 4,6 Millionen Euro aus. Die Ukraine-Krise macht es aus der Sicht der Verwaltung nötig, einen Risikopuffer von zehn Prozent einzukalkulieren.

Besonders wichtig sei es, das Gebäude auf eine moderne Energieversorgung hin zu überprüfen. Nicht nur das Dach, sondern auch bei der Fassade soll Energie durch Photovoltaik erzeugt werden, sofern dies technisch machbar ist. Energetische Ertüchtigung sei wichtig, weil der aktuelle Verbrauch bei rund 15. 000 Liter Heizöl pro Jahr liege. Der Stromverbrauch sei mit 15 .000 kWh ebenfalls sehr hoch.

Die Sanierung der Halle schnellstmöglich auf den Weg zu bringen, das wollen alle Räte. Erich Magl erinnerte daran, dass sich bereits Generationen Gemeinderäte mit der Sanierung beschäftigt haben. Es sei schön, dass man jetzt einen weiteren Schritt gehen könne. Großes Lob für die Verwaltung hatte Alfred Wieser. So viel Fördergelder locker zu machen, sei eine Glanzleistung. Jetzt solle bei der Umsetzung Gas gegeben werden. Dieses Projekt sei zum Wohle der Gesamtgemeinde. Dem schloss sich Martin Grandy in vollem Umfang an. Bei der Planung werde man verantwortungsvoll mit den Kosten umgehen und nach weiteren Einsparmöglichkeiten suchen. Der Vorsitzende des Fördervereins und stellvertretender Bürgermeister Günter Vogt betonte, der Förderverein werde alles geben, um das Projekt zu unterstützen. Er wünscht sich, dass bei der Einzelplanung möglichst viele Nutzer mitgenommen werden.

Schwabsbergs Mitte im Blick

Ein weiteres Großprojekt, die Sanierung von Schwabsberg Mitte, läuft bereits. Das Gewerk „Tief-, Straßen- und Rohrleitungsbauarbeiten“ wurde an die Neulermer Firma Haag-Bau zum Preis von knapp 2,5 Millionen Euro vergeben - 18,4 Prozent mehr, als 2021 kalkuliert. Ortsbaumeister Anton Ernsperger nannte das Ergebnis dennoch gut, weil die Kosten inzwischen deutlich gestiegen und Tiefbaufirmen durch das „Weiße Flecken-Programm voll ausgelastet seien. Wie das Dorfplatzgebäude am Ende aussehen soll, will die Verwaltung in einer Bürgerversammlung am 6. Mai 2022 diskutieren. Dabei werden Planungsvarianten vorgestellt.

Die Kerngemeinde feiere dieses Jahr ihr 875-jähriges Bestehen. Vielleicht könne man das nächstes Jahr auf dem neuen Dorfplatz feiern. Mit der dann neu gestalteten Ortsmitte wurden hier insgesamt 3.1 Millionen Euro investiert.

Lob für Flüchtlingshilfe

Bürgermeister Christoph Konle machte den Bürgern ein riesiges Kompliment. Die Solidarität, die sie mit den Kriegsflüchtlingen gezeigt haben, sei vorbildlich. Sechs Wohnungen seien zur Verfügung gestellt worden. Vier habe man in Aussicht. In der Gemeinde seien jetzt 14 Flüchtlinge, sechs Erwachsene und acht Kinder, die mithilfe der DRK-Ortsgruppe mit allem Nötigen versorgt wurden.

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