Mehr Strom vom Dach, aber einfach

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Sie stellten das neue Solarnetzwerk vor: Die Bürgermeister v.r. Sabine Heidrich (Neuler), Markus Knoblauch (Westhausen), Christoph Konle (Rainau) und Andrea Schnele (Lauchheim, li) sowie Michael Gerdung (Hochschule Aalen). Foto: je
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Wie die Gemeinden Rainau, Neuler, Westhausen und Lauchheim ihren Bürgern den Weg zur PV-Anlage erleichtern wollen und das Photovoltaiknetzwerk Ostwürttemberg gründen.

Rainau

Unter dem Motto „4 gehen voran“ wollen Lauchheim, Neuler, Rainau und Westhausen Photovoltaikanlagen auf „alle Dächer“ in den Gemeinden bringen. Dafür haben sie zusammen mit Hochschule und dem Energiekompetenzzentrum in Böbingen (EKO) das Photovoltaiknetzwerk Ostwürttemberg ins Leben gerufen.

„Unser Ziel ist es, Klimaschutz und Energieeigenversorgung voran zu bringen, den Bürgerinnen und Bürgern die Sinnhaftigkeit und den einfacheren Weg zur eigenen Solaranlage auf dem Eigenheim  aufzuzeigen“, sagte Rainaus Bürgermeister Christoph Konle zur Einführung. Zusammen mit seinen Amtskolleginnen und –Kollegen Andrea Schnele aus Lauchheim, Markus Knoblauch (Westhausen) und Sabine Heidrich (Neuler) stellte er die Initiative vor. Er hatte auch die Kontakte zur Hochschule Aalen für die vier geknüpft. Sie kann Gemeinden bei der sinnvollen Installation von Solaranlagen beraten. Man wolle den Bürgern das Thema PV-Nutzung auf vorhandenen Dachflächen näher bringen, und deren Mehrwert aufzeigen. „Zudem wollen wir die Angst vor der Bürokratie nehmen, denn letztlich ist es für den Einzelnen recht einfach“, ergänzt Konle. „Andererseits lohnt sich die Investition eigentlich immer, eine solche Anlage amortisiert sich – je nach Größe – überraschend schnell“, sagt Markus Knoblauch.

Die Potenzialanalyse für Photovoltaikanlagen, das wirtschaftliche Nutzungspotenzial, die mögliche Größe kann jeder Eigentümer über eine „digitale Energielandkarte“, die das Freiburger Unternehmen „Greenventory“ zur Verfügung stellt, selbst abfragen. Per Mausklick kann man sein eigenes Dach mit Modulen belegen, sieht genau die Größe und den möglichen Stromertrag zu welcher Uhrzeit. Zudem kann er dort auch direkt Angebotsanfragen an regionale Unternehmer stellen.

Komplexität nehmen

„Alles fast Kinderleicht“, sagt Andrea Schnele, während Michael Gerdung von der Hochschule ein Beispiel vorführt. „Jedes belegte dach verringert beispielsweise die nötigen Freilandflächen mit Solarmodulen, die nötig wären, um die Erneuerbaren auszubauen“, ergänzt Konle.

„In den vier Gemeinden sind bisher rund zehn Prozent der möglichen Dachflächen belegt“, erläutert Gerdung. „Möglich seien Leistungen, die einer Freilandfläche von 100 bis 200 ha entsprechen, ergänzt er.

Es gebe zwar keine Zuschüsse für den Bau der Anlage, aber Vergütungen für die Einspeisung ins Stromnetz, gestaffelt nach Menge. Die Gemeinden haben einen Flyer aufgelegt mit den wesentlichen Informationen, zudem gibt es in jeder Gemeinde im November einen Informationsabend mit allen Partnern, auch Hochschule und EKO.

„Es gibt unglaubliches Potenzial und eine Installation lohnt sich“, appelliert Christoph Konle.

Die Informationsabende: Rainau: 21. November, 20 Uhr, Sitzungssaal Rathaus; Neuler: 23. November, 19 Uhr Schlierbachhalle; Westhausen: 28. November, 18 Uhr, Rathaus Bürgersaal; Lauchheim: 29. November, 19 Uhr, Aula Deutschorden-Schule.  

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