Neue Bauplätze für Weiler

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An Weilers südlichem Ortsrand entsteht das neue Baugebiet
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In Rainaus Teilort soll Platz für 19 Bauwillige entstehen. Welche Besonderheiten dabei zu berücksichtigen waren und warum es auch für Weiler Verbesserungen gibt.

Rainau

Die Folgegeneration in Rainaus Teilort Weiler hat schon den Spatenbereit. Etliche Interessenten für Bauplätze zeigten in der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr Interesse und Präsenz. Bereits im letzten Jahr gab es eine Bürgerversammlung bei der erste Fragen um ein neues Baugebiet in dem Teilort geklärt wurden.

Mit besonderen Problemen, die hier bei der Erschließung auftreten könnten hat sich das Ellwanger Ingenieurbüro Grimm eingehend befasst. Deren Geschäftsführer Claus-Peter Grimm erläuterte das im Verfahrensablauf vorgeschriebene Prozedere und die Herangehensweise bei der bestehenden Regenwasserproblematik.

Zur Zeit fließe das anfallende Regenwasser in Weiler direkt in den Weilerbach. „Ungeklärt“, erläuterte er, was so nicht sein sollte. Das neue Plangebiet solle nun über ein Trennsystem entwässert werden. Das Regenwasser von Dach-, Hof und Verkehrsflächen solle über einen separaten privaten Regenwasserkanal abgeleitet und somit dem öffentlichen Regenwasserkanal zugeleitet werden. Eine Vermischung von Regen- und Schmutzwasser dürfe auf Privatgrundstücken nichtstattfinden.

Der langfristig ausgelegte Bebauungsplan sehe insgesamt bis zu 19 Bauplätze vor, was zu einer versiegelten Fläche von ungefähr 7 Ar führe, etwa so viel wie zwölf Fußballfelder.

Starkregen berücksichtigen

Hinzukomme noch die topografisch besondere Lage des Ortes, einer leichten Talsenke. Um Überflutung bei Starkregen vorzubeugen, seien insgesamt fünf Sickermulden vorgeplant. Jeder Bauwillige müsse auf seinem Grundstück zur Regenwasserableitung eine Zisterne einplanen.

Damit Weiler bleibe, wie es ist und der dörfliche Charakter erhalten bleibe, hat die Verwaltung und die Arbeitsgemeinschaft Bauen beschlossen, hier kein reines Wohngebiet auszuweisen.

Ein Mischgebiet macht auch zukünftig landwirtschaftliche Nutzung möglich, und sei es nur die Erstellung eines Pferdestalls. Dies spiegeln auch die vorgeschriebenen Dachformen wider. Sattel-, Pult- und Zeltdächer seien in dem südlichen Bereich des Ortes entstehenden Baugebiets vorgeschrieben. Ein- oder Zweifamilienhäuser in maximal zweigeschoßiger Bauweise sollen hier entstehen. Ebenfalls angedacht sei es, den bestehenden Dorfweiher aufzuwerten und zur Landesstraße L1029 eine Lärm- und Sichtschutzwand zu errichten. Da es den jungen Bauwilligen aus Weiler so unter den Nägeln brenne ein Eigenheim erstellen zu können, stellten Bürgermeister Christoph Konle und Ortsbaumeister Anton Ernsperger baldige Baugenehmigung in Aussicht. Eine Vorabgenehmigung sei in dringenden Fällen nach Abschluss der ersten Abwägung durchaus möglich.

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