Pläne für „Bangertsäcker“ nun stimmig

Hausärztliche Versorgung und Wärmeplanung beschäftigen Gremium.

Rainau. Mit dem Problem der hausärztlichen Versorgung hat sich der Gemeinderat Rainau in seiner jüngsten Sitzung befasst. Der Landkreis hat eine Initiative geschaffen, bei der unter einem Genossenschaftsdach Versorgungsstrukturen aufgebaut werden sollen. Josef Bühler vom Landratsamt erläuterte in der Sitzung die Vorteile des genossenschaftlichen Handelns.

Hausärztliche Versorgung in Rainau: Im Zusammenschluss mit mehreren Gemeinden, könne Rainau noch mit einsteigen. Zwei Geschäftsanteile kosten die Gemeinde 2000 Euro, können der Gemeinde aber keine 100-prozentige Sicherheit bieten, die nächsten Jahrzehnte einen Hausarzt im Ort zu haben. Es bestehe aber die berechtigte Hoffnung, dass ein hausärztliches Versorgungszentrum für Ärzte so interessant sei, dass die Versorgung gewährleistet sei. Einstimmigkeit herrschte bei den Räten bei dem Entschluss, der Genossenschaft beizutreten.

Tobias Schmid bemerkte, dies sei eine gute Entscheidung. Durch die neue Struktur würde die Bürokratie zentralisiert und die Ärzte hätten mehr Zeit für ihre Patienten. 900 Patienten habe ein Hausarzt im Durchschnitt, informierte Bühler auf Silvester Wanners Nachfrage.

Kommunale Wärmeplanung: In einem Konvoi soll die kommunale Wärmeplanung analysiert und erarbeitet werden. Von der Hochschule in Aalen referierte hierzu Florian Schirle in der Sitzung. Die Wende hin zu erneuerbaren Energien solle in vier Schritten erfolgen. Eine Bestandsanalyse solle aufzeigen, welche Potenziale wie Photovoltaikanlagen oder Biogasanlagen, in der Gemeinde bereits vorhanden seien. Danach gelte es Strategien zu entwickeln, wie die Kommune bis 2040 klimaneutral sein könnte. Durch eine 80-Prozent Förderung blieben für Rainau Kosten von rund 3500 Euro.

„Die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen wird sportlich“, so der stellvertretende Bürgermeister Günter Vogt. Die Antragstellung, sagte Schirle, werde drei bis vier Monate dauern, die Erarbeitung der Daten durch das Planungsbüro ein Jahr. Das Gremium verabschiedete die Maßnahme einstimmig.

Raumordnungsplanungsgesetz: Mit dem Raumordnungsplanungsgesetz, das gerade in allen Gemeinde- und Ortschaftsräten erörtert werde, war Bürgermeister Christoph Konle für Rainau weitgehend zufrieden. „Alle unsere Entwicklungsziele“, meinte er, „sind im Plan vorgesehen“. Gebiete für Freiflächenphotovoltaik seien im neuen Plan eingezeichnet und falls man daran dächte, sie umzusetzen, so auch realisierbar.

Baugebiet „Bangertsäcker“: Einen erneuten Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet „Bangertsäcker“ stimmten die Räte einvernehmlich zu. Das Gebiet ist von den Ellwanger„stadtlandingenieuren“ nach den Wünschen von der Arbeitsgemeinschaft Bauen und Technik überarbeitet worden. Der zunächst angedachte Kreisverkehr werde noch nicht realisiert. Der Straßenverlauf im neuen Gebiet forme eine Stimmgabel und könnte gleich der Name der Wohneinheit sein. Konle bemerkte zur veränderten Planung, dass das kleinere Planungsgebiet in die jetzige Zeit passe. Streuobstwiesen blieben erhalten und eine Erweiterung sei jederzeit möglich.

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