Plätze für Wohnmobile am Stausee

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Der Zweckverband will das Erholungsgebiet Rainau-Buch weiter ausbauen. Im nächsten Schritt sollen am Stausee Wohnmobilstellplätze entstehen.

Rainau-Dalkingen

Bei der jüngsten Versammlung des Zweckverbands Rainau-Buch in der Mehrzweckhalle in Dalkingen diskutierten die Vertreter der beteiligten Städte und Gemeinden über die weitere Umsetzung des Rahmenplans Bucher Stausee.

Der Rainauer Bürgermeister Christoph Konle stellte den nächsten Ausbauschritt vor: die ökologische und barrierefreie Ertüchtigung der Parkplätze in Verbindung mit einer Überdachung durch eine PV-Anlage und die Schaffung von Caravanstellflächen.

Diese Maßnahmen seien auch im Hinblick auf die Landesgartenschau 2026 in Ellwangen sinnvoll und könnten dem Erholungsgebiet einen Mehrwert geben. Die Stellflächen sollen zwischen den beiden Parkplätzen, westlich der B290 entstehen. Gedacht sei an Stellflächen für Wohnmobile, an denen die Reisenden bis zu drei Tage stehen können, Strom und Wasser entnehmen und Abwasser abgeben können.

Wie viele solcher Stellflächen sinnvoll sind, wo sie am besten angelegt werden und wie sie auszustatten sind, wolle man durch einen Planungswettbewerb herausfinden. Drei bis vier Büros aus der Region sollen mit einem Honorar von je 2500 Euro aufgefordert werden, sich daran zu beteiligen und gleich Ideen für die Ertüchtigung des Parkplatzes mit zuliefern.

Neben der ökologischen Aufwertung stehe die Produktion von Strom aus Fotovoltaik im Mittelpunkt, der dann an E-Mobil-Ladestationen wieder abgegeben werden kann.

Wir bauen keine Konkurrenz zu den Campingplätzen auf.

Christoph Konle stellv. Verbandsvorsitzender

Der Mehrwert für die Region sei bei solchen Überlegungen wichtig, meinte Landrat Dr. Joachim Bläse als Vorsitzender des Zweckverbands. Nur wenn der Verband beziehungsweise Gewerbetreibende der Umgebung von dieser Form des Tourismus profitieren, sei die Investition sinnvoll.

Sebastian Thomer (Ellwangen) hielt die Idee grundsätzlich für richtig. Allerdings sei bei der Dimensionierung darauf zu achten, dass für die Betreiber der bestehenden Campingplätze kein Problem entsteht. Gegen zehn bis 15 Plätze sei aber sicher nichts einzuwenden.

"Wir wollen hier keine Konkurrenz zu den Campingplätzen aufbauen", sagte Konle dazu. Sabine Heidrich (Neuler) meinte, die Schaffung von Infrastruktur für E-Mobilität sei wichtig. Allerdings fehle es an Erfahrungswerten. Man müsse sich eine solche Investition im Detail anschauen und am besten fertige und erprobte Konzepte umsetzen.

Einstimmig gab die Verbandsversammlung der Verwaltung den Auftrag, die weiteren Schritte in die Wege zu leiten. Die Ergebnisse des Planungswettbewerbs sollen im Herbst bei der nächsten Sitzung vorgestellt werden.

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