Psychedelisches zum Paddel

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Ein bisschen Festivalatmosphäre trotz Corona am Bucher Stausee: "The Morrisons" ließen die altbekannten, aber neu arrangierten Songs der "Doors" sowie der kanadischen Band "The Tea Party" über den See hinauswabern.

Wie die weltweit einzige akustische Doors-Coverband einen Sonntagnachmittag lang die 60er Jahre wieder ein wenig aufleben ließ.

Rainau-Buch

Ein zweistündiges Konzert gab die Band "The Morrisons" am Sonntagnachmittag vor der Seebühne am Bucher Stausee. Zum zweiten Mal hatte Pächter Stefan Kitzberger die vier professionellen Musiker eingeladen.

Seit Anfang 2013 interpretieren Inga Rincke, Pia Geiger, Rochus Honold und Ralf Scheunert die zeitlosen Songs der Kultband "The Doors" auf ihre ganz eigene Art. Mit akustischen Instrumenten, wie indischem Harmonium, Geige, Percussion, Akustikgitarre und -bass lassen sie die Atmosphäre und Musik der späten 60er Jahre wieder aufleben.

Würden wir nicht gerade in Corona-Zeiten leben, so hätte man glauben können, die vielen Besucher am Parkplatz des Bucher Stausees wären unterwegs zu einem Festival. Bepackt mit Kühltaschen, Schwimmutensilien, Grillgut drängten sie sich mit Bikini, Flipflops, Radlertrikot oder Sonntagskleidchen zwischen Seebühne und Kiosk.

Wer die Fans der Band waren, ließ sich leicht erkennen. Die langen Haare, bezopft oder wallend, waren meist silbergrau und die Kleidung ließ erahnen, dass man früher schon zur Hippie-Generation gehört hatte. Der zweistündige Gig war nur alles andere als ein Woodstock-Meeting, aber ein wunderbares Konzert an einem heißen Sommernachmittag. Sich selbst als einzige akustische Doors-Coverband weltweit bezeichnend, wurden sie ihrem Ruf voll gerecht.

Aber nicht nur den Songs der Doors hat sich die Band verschrieben, genau so affin ist sie gegenüber der kanadischen Band "The Tea Party". "Sister awake" kam hier auf die Bühne, und die absolut entspannenden Klänge wie aus anderen Welten übertrugen sich aufs Wasser und wogten sich mit Segel, Paddel und Tretbooten. Bei "Psychopomp" von "The Tea Party" fühlte man sich als Zuhörer, als wäre man umringt von Schamanen und entführt in eine fremde unbekannte Welt, in denen Geister zu Hause sind. Wieder zurück wurde man mit klassischen Doors-Hits geholt.

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