Wie es um den Bucher Stausee steht

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Christoph Konle, stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbands Erholungsgebiet Rainau-Buch, auf dem barrierefreien Zugang zum Bucher Stausee. Voraussichtlich im November werde der See abgelassen.
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Die Mitglieder des Zweckverbands Erholungsgebiet Rainau-Buch wählen Landrat Dr. Joachim Bläse zum neuen Vorsitzenden. Ebenso blicken sie auf die vergangene Saison und in die Zukunft des Areals.

Rainau-Buch

Sonst noch jemand", fragt Christoph Konle, stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbands Erholungsgebiet Rainau-Buch in das Gremium. Es geht um die Wahl des neuen Verbandsvorsitzenden. Einziger Bewerber: Landrat Dr. Joachim Bläse. Das Ergebnis: keine Gegenstimmen, keine Enthaltungen. "Glückwunsch zur einstimmigen Wahl", sagt Konle. Als frisch gewählter Vorsitzender übernimmt Ostalb-Chef Bläse den Rückblick auf die aktuelle Saison rund um den Bucher Stausee.

"Ein großes Dankeschön für den großen Vertrauensbeweis", sagt Bläse. Und legt direkt los: "Wir müssen uns hier absolut nicht verstecken. Das hier ist ein Juwel im Ostalbkreis." Denn das Erholungsgebiet Rainau-Buch biete mit dem Bucher Stausee, dem Areal drumherum und dem Limes-Turm etwas für Badegänger, Naturfreunde und Geschichtsinteressierte. "Wer hat denn sowas?", fragt Bläse. Im Kreisrat überlege man sich genau, wofür man Geld ausgibt, "aber hier können wir investieren". Gerade im Hinblick auf die Landesgartenschau 2026 in Ellwangen könne sich das Erholungsgebiet sehen lassen und sei es wert, weiter gefördert zu werden.

Eine Bilanz der Saison 2020

"Ein spannendes Jahr", das eine entsprechende Teamleistung erforderte sagt Konle. Aber "wir haben das ganze Jahr eine überaus gepflegte Anlage vorgefunden". Anstatt während des Lockdowns den Kopf in den Sand zu stecken, nutzten die Verantwortlichen die besucherfreie Zeit, um den Bucher Stausee etwas aufzuhübschen. Zum Beispiel durch Baumarbeiten oder die Beseitigung von Totholz.

Das Gelände um den See sei durchgehend geöffnet gewesen, zum Beispiel für Spaziergänger und Radfahrer. Ab Mai sei der Betrieb langsam hochgefahren worden: Der Kiosk war wieder dauerhaft geöffnet. Auch Tretboote konnten wieder entliehen werden. Ab dem Pfingstwochenende war auch der Wasserspielplatz wieder geöffnet. Anfang Juni konnten Wasserratten auch wieder im See baden. "Ein bisschen später als andere", sagt Könle. Denn zunächst sei unklar gewesen, ob der Bucher Stausee als Freibad oder als Naturbad eingestuft werden könne. Die Entscheidung fiel letztendlich auf das Naturbad, in dem Gäste auf Eigenverantwortung baden können. Ideal also für Menschen, die zu Hause Urlaub machen wollten oder mussten. "Wir hatten einen unglaublichen Besucheransturm", erinnert sich Konle. "Und sie waren auch dankbar, dass sie hierher kommen durften", führt er weiter aus. Diese Rückmeldungen hat auch Zweckverbandsmitglied Erich Migl erhalten. "Hier ist es wie in einer Wohlfühloase", sagt er.

Am See hat sich viel getan

Hier ist es wie in einer Wohlfühloase.

Erich Migl Zweckverbandsmitglied

"Vergleicht man den See heute mit der Situation vor zehn bis 15 Jahren merkt man, dort ist total viel passiert", sagt Bläse. 2014 wurde beschlossen, drei Millionen Euro in das Areal zu investieren. Mit dem Geld wurde unter anderem für ein generationen- und familienfreundliches, sowie barrierefreies Badeerlebnis gesorgt.

Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wurde vom Gremium bedacht: Eine neue Bootsgarage, samt Dachreling, gab es für die Rettungsschwimmer. "Für ein bisschen Baywatch-Feeling für die jungen Leute", scherzt Konle.

Was in der Zukunft ansteht

Seewärter Alwin Egetenmeyr hat bereits die erste Aufgabe über den Winter: die letzte Umkleide wiederaufbauen. Momentan seien die Grillstellen um den See noch gesperrt, aber "wir machen uns Gedanken, wie wir diese zielführend wieder eröffnen", verspricht Konle.

Im Übrigen wolle sich das Gremium an den festgelegten Rahmenplan für das Erholungsgebiet halten. Das sei sinnvoll, "damit wir wissen, wo wir hin wollen", sagt Bläse. Trotzdem betont er, dass es ebenso gelte, Geschaffenes in Schuss zu halten. "Wir wollen jetzt erst einmal durchschnaufen und dann schauen: Wo sind die Finanzen", fügt Konle hinzu. Und "es sind noch genügend Ideen da", sagt Bläse. Die kommende Gartenschau in Ellwangen sei zunächst eines der großen gemeinsamen Ziele der Region.

In Sachen Umwelt, zeigt sich Bläse zufrieden mit der Blühwiese am See. Bewusst ohne Schild, denn die Wiese sei auch ohne als solche zu erkennen. "Die Menschen können sie auch ohne ein extra Schild erleben."

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