Rasanter Markt für Jungkühe

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3060 Euro erzielte diese Jungkuh, ein Rekordergebnis.

Dank hoher Qualität und Nachfrage erzielten die 35 Jungkühe noch nie dagewesene Preise.

Ilshofen. Am 28. September fand die mit 436 Tieren gut beschickte Zuchtrinder- und Nutzkälberversteigerung der Rinderunion Baden-Württemberg in Ilshofen statt. Während die Bullenkälber jahreszeitlich bedingt preislich unter Druck gerieten, entwickelte sich bei den Jungkühen ein rasanter Marktverlauf, der zu einem noch nie dagewesenen Durchschnittspreis führte.

Obwohl sich die 6 angebotenen Jungbullen in hervorragender Qualität präsentierten fand lediglich der Spitzenbullen einen neuen Besitzer. Der aus der Zucht von Familie Habel aus Creglingen-Weiler stammende und von Stefan Göggerle aus Rainau-Dalkingen hervorragend zum Verkauf präsentierte Wobbler-Sohn aus der Kuhfamilie des bekannten Besamungsbullen Zaspin erlöste 2400 Euro.

Vorneweg genommen als Resümee zum Jungkuhmarkt: Die Zuchtrinderpreise folgen dem Milchpreis. Für einen hohen Milchpreis muss aber auch die Milchqualität passen. So auch bei hohen Zuchtrinderpreisen. Das war an diesem Tag in Ilshofen absolut der Fall. 35 Jungkühe in überwiegend hervorragender Qualität, regnerisches Wetter und hohe In- und Auslandsnachfrage waren die Voraussetzungen für einen noch nie dagewesenen Durchschnittspreis von 2372 Euro. An der Spitze bei den geführten Jungkühen rangierte eine elegante, euterstarke Machtvoll-Tochter von der Stier Schönenberg GbR aus Untermünkheim-Schönenberg. Sie konnte ein Tagesgemelk von 34,3 kg Milch vorweisen und es standen auf der Mutterseite 3,93 Prozent Eiweiß zu Buche. Sie erlöste 2600 Euro.

So richtig die Post ging bei den freilaufenden Jungkühen ab. Die aus der Passerpaarung Malaga x Herzschlag stammende Jungkuh von Familie Haag aus Sulzbach/Murr-Berwinkel war von vielen Kunden heiß umworben. Überragend im Euter, fehlerfrei im Exterieur und ein Tagesgemelk von 34,5 kg Milch ließen bei diesem Tier keine Wünsche offen. Letztendlich erhielt ein Zuchtbetrieb aus Ulm den Zuschlag bei 3.060 Euro. Gleich 6 Jungkühe stellte Familie Rechner aus Mudau-Reisenbach zum Verkauf vor. Allesamt aus durchgezüchteten Kuhlinien stammend, ganz frisch in Milch und im Mittel über 31 kg Milch machten sie zu begehrten Objekten der zahlreich anwesenden Kunden. Im Mittel erlösten sie 2560 Euro.

Milchviehbetriebe sollten gerade in diesen Zeiten noch mehr Augenmerk auf ihre Kälberaufzucht legen, da in nachfrageschwächeren Zeiten die Preise für schwächere Kälber extrem abfallen, während qualitativ hochwertige Kälber weit überdurchschnittliche Preise erzielen.

Die nächste Auktion in Ilshofen findet am Mittwoch, den 26. Oktober (Großvieh u. Kälber Holsteins u. Fleckvieh) statt.

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