Rathausneubau: Das Ziel ist eine warme Ausstrahlung

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Architektin Andrea Litterer hatte Farb- und Materialmuster mit in die Gemeinderatssitzung gebracht. Den Ratsmitgliedern gefiel, was sie sahen und fühlten.
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Farbe, Putzstruktur und Riemchen: Was der Gemeinderat für die Optik der Außenfassade festgelegt hat.

Unterschneidheim-Zipplingen

Jetzt gehe es an die großen Details, sagte Unterschneidheims Bürgermeister Johannes Joas in der Gemeinderatssitzung am Montag in der Zipplinger Turnhalle.

Der Großteil der Außenwände des Erdgeschosses stehe nämlich bereits. Auch wenn es etwas voreilig erscheine, jetzt Farbe und Putzstruktur der Außenfassade zu entscheiden, wenn noch weder Decke, noch Obergeschoss noch Dach existieren: Bei der Materialknappheit dieser Zeit sei vorausschauendes Planen das A und O. Die Handwerker müssten rechtzeitig bestellen und die Gemeinderäte entscheiden, wie das neue Rathaus außen konkret gestaltet sein soll, meinte Joas.

Architektin Andrea Litterer hatte Farb- und Materialmuster mitgebracht. Zahlreiche Alternativen habe sie sich gespart, da die Verwaltung die Vorschläge des Architekturbüros KTP (Ostfildern) ansprechend fand.

Ursprünglich war geplant gewesen, die Außenhülle des neuen Rathauses nur zu verputzen. Die Architekten schlugen als gestalterisches Element Klinkerriemchen in warmen Brauntönen vor. „Die Riemchen seien robuster als Putz“, erklärte Litterer. Die Trägerplatte solle verstärkt werden, so dass die Außenwände in diesem Bereich besser gegen Schläge, Kratzer oder Macken geschützt seien. Vorplatz und Bodenbeläge sollen ebenfalls eine einladende, warme Ausstrahlung bekommen. Die Fensterprofile würden schmal und in Anthrazit gehalten und böten einen Kontrast zu dem hellen Putz, genauso wie die großen Fensterflächen, sagte die Architektin. Für das Blechdach sei ein Grauton vorgesehen. Bei den Gauben wolle man sich diesem Farbton annähern, „damit es homogen wird“.

Stoffrollos oder Jalousien?

Bei der Frage der Beschattung „sind wir hausintern noch etwas unschlüssig“, sagte Joas. Einige Bedenken in Sachen Rollos seien bereits ausgeräumt worden und es gebe eine Tendenz zur von den Fachleuten vorgeschlagenen Lösung. Die Architektin beruhigte, der Stoff sei bewährtes Material, UV-beständig, Schimmelbildung beim Einrollen kein Problem. Allerdings lasse sich mit Jalousien das Licht besser lenken. Bei starkem Wind fahre das Stoffrollo automatisch ein. „Das ist schon ein Punkt, den man bedenken muss.“ Von den Kosten her gebe es keine großen Unterschiede. Mit einer Enthaltung entschieden die Räte: So soll es aussehen, unser neues Rathaus.

Die Rohbaufirma sei noch dabei, die Wände zu betonieren. Im März solle die Decke des Erdgeschosses hergestellt werden, informierte Litterer. Ab Mitte März sei der Zimmermann um den Bau des Obergeschosses. Die Teile würden vorgefertigt und derzeit produziert. „Unser Ziel ist, dass wir das Gebäude im August dicht haben und mit dem Innenausbau beginnen können“, erläuterte Litterer den Zeitplan.

Unser Ziel ist, dass wir das Gebäude im August dicht haben.“

Andrea Litterer, Architektin

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