Reitverein stemmt großes Springreitturnier

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Aufwärmen auf dem Vorbereitungsplatz. 766 Pferde und ihre Reiter gingen am Wochenende in Rindelbach an den Start.

Die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Rindelbach haben ein großes Turnierwochenende organisiert.

Ellwangen-Rindelbach. Freitagabend. Der Erste von drei Turniertagen auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins Rindelbach. Auf dem Vorbereitungsplatz ist mächtig was los. Knapp 20 Reiterinnen und Reiter bereiten sich auf ihr L-Springen vor. Am Rand stehen Marie-Luise (8) und Freundin Mila und beobachten die „Großen“.

Eine Reiterin verlässt mit vier Fehlerpunkten den Platz. Vereinsmitglied Amelie Reder diktiert den beiden Mädels das Ergebnis. Die notieren es flink auf der Tafel. So haben die Reiter während des Aufwärmens im Blick, wie es bei der Konkurrenz läuft.

Neben dem Prüfungsplatz stehen Reinhold Herre und Nikolas Spanoth. Rettungssanitäter und Rettungshelfer. Ersterer Vereinsmitglied. Der rote Rettungsrucksack inklusive „Defi“ liegt griffbereit vor ihnen im Gras. Von morgens 8 Uhr bis abends um 19 Uhr geht ihre Schicht. An allen drei Tagen. Plötzlich scheut ein Pferd, die Reiterin stürzt. Die Zwei stehen parat. Doch die junge Frau rappelt sich auf, reckt den Daumen in die Luft. Führt ihr Pferd vom Platz und klopft sich den Sand vom Allerwertesten. Klatschen und ein anerkennendes „Huh!“ kommt von einem Paar, das den Durchgang von Irene Walter aus Killingen verfolgt.

Ein paar Meter weiter sitzen drei Senioren auf Strohballen und lachen mit Janina Maier, die nach einem Blick auf ihren Zettel die roten Fähnchen an den Hindernissen umsteckt. Die Bestplatzierten drehen ihre Ehrenrunde über den Platz. Die frisch gewonnenen Rosetten flattern. Während Christian Briel mit dem Schlepper den Sand wieder glatt zieht, schleppt Uschi Engelhard (62) Gießkanne um Gießkanne und wässert die hübsch bepflanzten Kästen.

Die Zuschauer orientieren sich zu Schnitzelwecken-Ausgabe oder Bierinsel, die einladend in der Abendsonne liegen. Und Marie-Luise? Die ist schon ein bisschen aufgeregt. Denn am Sonntag ist sie dran. Zusammen mit ihrem Pony Spirit.pe

Marie-Luise (8) und Freundin Mila notieren die Ergebnisse der Springreiter auf dem Vorbereitungsplatz. So können sich die Teilnehmer, die noch nicht dran waren, orientieren, wie es bei der Konkurrenz läuft.
Rettungsassistent Nikolas Spanoth (links) und Rettungssanitäter Reinhold Herre sind drei Tage lang im Einsatz, falls ein Reiter verunglückt.

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