Rettung wartet an der Pumpstation

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In Hintersteinbach gibt es nun einen Defibrillator an der neuen Pumpstation der Kläranlage.
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Warum sich die Inbetriebnahme der neuen Pumpstation verzögert und wie ein neuer Defibrillator Sicherheit bringt. Panja

Ellenberg-Hintersteinbach. Vor zwei Jahren hatte die große Rundumerneuerung in Hintersteinbach begonnen. 1,8 Millionen schwer war das Projekt gewesen. Breitband, Wasser, Abwasser, Strom, Straßen und Beleuchtung. Im November 2021 sollte alles fertig sein. Doch Technik, mit der die Station ausgerüstet werden muss, ist derzeit nicht lieferbar. Über die Pumpstation soll künftig das Hintersteinbacher Abwasser nach Haisterhofen zur Kläranlage gepumpt werden. Sobald die Technik da, installiert und in Betrieb genommen ist, können die Hauskläranlagen des Teilorts stillgelegt werden.

Eigentlich hatte die Dorfgemeinschaft ein Fest zum Abschluss der Baumaßnahme feiern wollen. Das will sie noch immer. Aber bis alles so weit ist, kann's Herbst werden. Und solange wollen die Hintersteinbacher auf ihre zusätzliche Errungenschaft nicht mehr warten: einen Defibrillator. Seit Dienstag ist der Defi offiziell in Betrieb.

Der Niederlassungsleiter der VR-Bank Filiale Ellenberg Patrick Rief hatte einen Scheck über 1200 Euro mitgebracht – Geld aus dem Gewinnsparen, das den Ellenbergern auf diese Weise zugute kommen soll, wie Rief sagt. Die Neunstadter Firma Stengel hatte sich um das Gehäuse gekümmert, die Firma GSN Schleiftechnik aus Stödtlen um Heizung, Licht, Strom und Akustiksignal dafür, ein edler Spender um die Elektrik. Etwas, worüber Leo Baumann von der Dorfgemeinschaft enorm dankbar ist. Thomas Rettenmeier von der Ellenberger Ortsgruppe des Malteser Hilfsdienstes wird nun eine Defi-Schulung anbieten. Denn das ist das wichtigste, sagt Jochen Trollmann von den Maltesern Ellwangen: „Die Leute müssen sich dran trauen.“ Das geht auch ohne Schulung. Aber mit seien die Hemmungen geringer.

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