Breitband, Budget und Biber

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Glasfaser Röhlingen
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In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Röhlingen kamen neben Breitbandausbau und Ortschaftsbudget auch Biber zur Sprache.

Ellwangen-Röhlingen

Ein Ortschaftsbudget von 22.000 Euro soll dem Ellwanger Stadtteil Röhlingen noch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden. Das erörterte Stadtkämmerer Sebastian Thomer am Montagabend im Ortschaftsrat. Die einzelnen Budgets, die allen Stadtteilen zugute kommen sollen, setzen sich zum Teil aus der Zahl der Einwohner zusammen. Auf der hohen Kante soll das Geld nicht landen. 

Insgesamt kosten die Budgets die Stadt Ellwangen mit den Ortschaften Pfahlheim, Rindelbach, Röhlingen und Schrezheim 79.000 Euro. Welcher Ort wie viel bekommt, setzt sich aus einem Sockelbetrag von 10.000 Euro sowie 3 Euro pro Einwohner zusammen. In Röhlingen, das am meisten bekommt, ergibt das 22.000 Euro. 

Investieren statt sparen

Dieses Budget soll genutzt, nicht gespart werden. Für Investitionen ab 500 Euro, nicht für laufende Kosten, erklärt Stadtkämmerer Thomer. Und: "Der Mehrwert für die Gemeinde muss gegeben sein." Bis Anfang Juli soll das Röhlinger Gremium einen Plan haben, wie das Budget genutzt werden soll - zumindest einen groben. Dass nicht der letzte Cent verplant werden muss, "ist in diesem Jahr der Kürze der Zeit geschuldet", sagt Thomer. 2024 soll bewertet werden, wie sinnvoll die Budgets sind.

Über den Breitbandausbau in Röhlingen informierte Markus Schlageter von den Ellwanger Stadtwerken. Der Zuschlag in Höhe von rund 7.116.270 Euro geht an die Meppener Firma Infratech. Die anderen fünf Angebote seien an mangelnden Referenzen gescheitert. 

"So wie es jetzt aussieht muss alles aufgerissen werden", kündigt Schlageter an. Die Leitungen sollen unter Fußgängergehwegen verlegt werden. Im Zug der Verlegung können Anwohnerinnen und Anwohner kostenlos auf Glasfaser aufrüsten. "Jeder sollte das machen", rät Schlageter, "danach passiert da nichts mehr". Die Arbeiten starten voraussichtlich 2023. Leitungen werden in Röhlingen in der Lehenstraße, Zehentstraße, Silcherstraße, Kirchstraße, Rötlener Straße, der Zöbinger Straße, an der Sechta und im Schlehenweg verlegt.

Biber sorgen für Ärger

Außerordentlich sprach Ortsvorsteher Walter Schlotter die Biber-Situation im Bereich der Ellenberger Rot an. "Das ist kein haltbarer Zustand, was unser Biber da treibt." Viele Bäume würden durch ein Übermaß der Tiere beschädigt und zerstört, was auch Vögeln und Insekten schade. "Ich will nicht, dass sie getötet werden", stellt Schlotter klar, "aber dem muss Einhalt geboten werden". Zuspruch erhält er von den Räten Anton Wagner und Roland Brenner. Schlotter erwartet Gegenwind in der Biber-Angelegenheit, wolle aber dennoch das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen.

In der Sitzung stellte sich außerdem der Ehrenamtskoordinator der Stadt Ellwangen, Fabian Gmeiner, vor. Sollten Vereine im Ort unterstützung brauchen, "bin ich da der erste Ansprechpartner". 

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