Der letzte Tanz der ersten Garde

+
Der Nachwuchs steht schon bereit: die Minigarde eroberte die Bühne.

Die Röhlinger Sechtanarren wollen trotz aller Schwierigkeiten ihre Kultur und ihre Bräuche auch in Zeiten der Pandemie pflegen und erhalten. Wie sie vereinsintern in Absprache mit den Behörden feierten.

Ellwangen-Röhlingen

Unter dem Motto „Wir wollen die Faschingskultur in unserem Dorf auch in schwierigen Zeiten pflegen und erhalten“ haben die Sechtanarren am Faschingssamstag ihre Mitglieder und Freunde aus der Ortschaft zu einem vereinsinternen Faschingsabend auf den Platz vor der Sechtahalle eingeladen.

In Absprache mit dem Ordnungsamt der Stadt Ellwangen und der Polizei wurde diese Veranstaltung unter Einhaltung aller geltenden Regeln und unter Auflagen geplant und durchgeführt.

Schweigeminute für Ukraine

Nach der Begrüßung, durch die beiden RöSeNa Präsidenten Corina Weiß und Peter Higler, gedachten alle Anwesenden in eine Schweigeminute der Menschen in der Ukraine.

Die Präsidenten brachten danach zum Ausdruck, dass man in Anbetracht der derzeitigen Situation keine Prunksitzung und auch keine rauschende Party feiern kann, dass der Verein jedoch mit diesem Abend einen Beitrag zur Pflege des Kulturgutes Fasching, Fastnacht, Karneval leisten will.

Der Abend wurde gestaltet von den Garden der Röhlinger Sechtanarren, welche in den vergangene zwei Jahren mit nur wenigen pandemiebedingten Unterbrechungen ihren Trainingsbetrieb aufrechterhalten haben.

Wie stolz und froh die Gardemädchen waren, endlich ihr Können auf der Bühne zu präsentieren, sah man an den vielen glücklich strahlenden Mädchengesichtern. Das Publikum dankte es den Tänzerinnen mit kräftigem Applaus. Nach den Gardetänzen der Minigarde und der Kindergarde präsentierte die Jugendgarde ihren Showtanz unter dem Motto „ABBA“ und die Prinzengarde erfreute die Vereinsmitglieder mit Ihrem Showtanz „Bierkisten “.

Ein letztes mal nach 20 Jahren

Der Höhepunkt des Abends war sicherlich der Auftritt der 1. Garde der Röhlinger Sechtanarren. Diese Garde hatte nach über 20 Jahren an diesem Abend ihren allerletzten gemeinsamen Auftritt. Sie ließen auf einer Großbildleinwand ihre gesamte Gardetanzkarriere noch einmal Revue passieren. Danach wurden sie sehr emotional von ihren Nachfolgerinnen und dem Elferrat nebst Präsidium verabschiedet, wobei dann doch auch einige Abschiedstränen flossen.

Danach stellten die RöSeNa Büttenredner ihr neues Video mit dem Titel „Denn wir haben ja den Lauterbach“ vor, in dem auf die Melodie des RöSeNa Schlagers die Corona Maßnahmen der vergangenen Zeit aus dem Blickwinkel der Narren betrachtet wurden. Im Verlaufe des Abends wurden auch eine ganze Reihe von verdienten Aktiven mit den Auszeichnungen des Landesverbandes Württembergischer Karnevalsvereine geehrt.

Zahlreiche Ehrungen

Die LWK Verdienstmedallie erhielten: Alexander Mai, Pius Brenner, Daniel Dragon, Mike Rathgeb, Emma Weiß und die Tänzerinnen der Kindergarde: Maria Barenthin, Svenja Betzler, Carolin Eiberger, Shirley Frei, Lea Fürst, Tatjana Fürst, Ida Gold, Vanessa Halt, Jule Hammele, Miriam Helmle, Sophia Higler, Louisa Kaufmann, Fiona Kurz, Anni Landkammer, Mia Mai, Lia Maierhöfer, Lisa Maierhöfer, Leonie Mayer, Emily Rief, Hannah Rieger, Celina Schürlein, Leni Vatter, Emma Weber und Melina Ziegelbauer. Mit dem Großkreuz des LWK wurde Roland Maierhöfer ausgezeichnet. Der große Verdienstorden des LWK wurde an Hannes Liesch, Florian Schmidt und Daniel Kurz verliehen. Bereits im November des vergangenen Jahrs erhielt der RöSeNa Büttenredner Franz Josef Uhl die höchste Auszeichnung des Landesverbandes, den „Hirsch am goldenen Vlies“.

Am Ende dieses Vereinsabends zeigten sich die Verantwortlichen der Faschingsgesellschaft Röhlinger Sechtanarren äußerst zufrieden mit dieser harmonischen Veranstaltung, die in sehr angenehmer Atmosphäre den Vereinsmitgliedern, Röhlingern und Freunden des Vereins ein kleines Stück dessen zurückgab, was sie in den vergangen zwei Jahren so schmerzlich vermisst hatten, nämlich ein paar gesellige gemeinsame Stunden.

Die Garde der Röhlinger Sechtanarren feierte mit den Narren vereinsintern. Es war ihr letzter gemeinsamer Tanz nach 20 Jahren.

Zurück zur Übersicht: Röhlingen

Mehr zum Thema

Kommentare