Der „Schoafmichl“ nimmt Form an

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Die dunklen Wolken täuschen: Das Wohnprojekt „Schoafmichl“ nimmt im zweiten Bauabschnitt Form an. Tiefgarage und Aufzugschacht stehen im Rohbau, Wände und Dach sollen bis Anfang August stehen. Andreas Steiner (4. v.l.) erklärt das Pflegekonzept.
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Weshalb das neuartige Wohnprojekt mit Mehrgenerationenhaus und Senioren-Pflege-Wohngemeinschaft offenbar einen Nerv trifft.

Ellwangen-Röhlingen

Ein spannendes Projekt in Röhlingens Ortsmitte ist mitten im Entstehen begriffen: aus der alten Hofstätte „Schoafmichl“ in der Röhlinger Ortsmitte wächst unscheinbar und etwas zurückversetzt in zweiter Baureihe der zweite Bauabschnitt in die Höhe. Tiefgarage, Erdgeschossboden und Aufzugschacht stehen bereits im Rohbau.

Davon konnte sich der Ortschaftsrat Röhlingen vor Ort selbst ein Bild machen. Acht barrierefreie Appartements mit je rund 40 bis 45 Quadratmetern und Nasszelle wird das Erdgeschoss beherbergen, alle im Pflegeheim-Standard. Dazu kommen gemeinsam genutzte Räume, wie Wohn und Essbereiche.

Das besondere: Je nach Rüstigkeit und individuellem Pflegebedarf kann ein Bewohner der Senioren-WG Pflegeleistungen hinzubuchen, oder auch mit anderen teilen. Wie eben alle Dinge in jeder anderen WG.

Unterstützt wird dieses Konzept der Weik Immobiliengesellschaft durch den Intensivpflegedienst „Lebenswert“, der auch andere Objekte betreut. Pflegegeschäftsführer Andreas Steiner erklärte, dass das Besondere an diesem Objekt sei, dass sich die Senioren-WG selbst organisiere: „Alle Entscheidungen trifft das WG-Gremium. Es ist bewusst kein Pflegeheim, aber nach Pflegeheimstandard. Wir unterstützen bei Bedarf.“ Bei vollem Pflegebedarf sei es auch nicht günstiger als ein Heimplatz, so Steiner. „Aber hier können die Bewohner in Röhlingen wohnen bleiben, so lange es ihnen möglich ist. Wer kann, versorgt sich selbst und hilft auch mal dem Mitbewohner aus.“

Maximilian Weik erklärte, dass die Nachfrage sehr positiv anlaufe. Das ebenfalls barrierefreie, und mit der Senioren-WG durch die Tiefgarage mit 13 Pkw-Stellplätzen verbundene Mehrgenerationenhaus sei bereits voll belegt. „Mit Menschen im Alter von einem halben Jahr bis zu 95 Jahren.“

Ortschaftsrat Peter Müller hinterfragte kritisch, wie die Gesellschaft sicherstellen wolle, dass die Wohneinheiten auf Dauer für den Zweck genutzt werden. „Das wird vertraglich und notariell festgelegt. Und wer einzieht, bestimmen auch die Bewohner. Wie in jeder WG“, versicherte Weik. Darüber hinaus habe die Heimaufsicht ein Auge auf das Objekt. „Wir wollen bewusst keine Investoren aus Stuttgart oder andernorts, auch wenn das das einfachste für uns wäre“, bekannte Weik.

Entsprechende Anfragen lägen vor, doch das sei nicht Sinn des Projekts: „Dann hätten wir uns den ganzen Aufwand im Vorfeld sparen können“, erklärte Weik: „Am liebsten wäre es uns, wenn sich für die Einheiten Käufer aus dem Ort oder eine Investorengemeinschaft aus Röhlingen fände.“

Röhlingens Ortsvorsteher Walter Schlotter begrüßte das Projekt: „Ich bin froh, dass wir das hier mitten im Ort hinbekommen haben.“

Ein bisschen mehr als nur der Name bleibt vom alten Hof übrigens erhalten: Dessen alte Wetterfahne ziert nicht nur das Logo des außergewöhnlichen Wohnprojekts, sondern bald auch wieder das Dach. Das soll schon bis Anfang August stehen.

Alle Entscheidungen trifft das WG-Gremium.“

Andreas Steiner, Pflegegeschäftsführer „Lebenswert“

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