FC Röhlingen und „Die Ostalb hilft“ helfen Ukrainer

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Der FC Röhlingen half mit einem Hilfskonvoi.

In einer Hilfsaktion konnten 44 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Ellwangen-Röhlingen. 44 Geflüchtete aus der Ukraine, ausschließlich Frauen und Kinder, sind in der Nacht zu Montag sicher auf der Ostalb angekommen. Erschöpft, aber glücklich in Sicherheit zu sein, sind alle Flüchtenden bei privaten Gastgebern untergekommen.

Möglich war dieser Flüchtlingstransport von der ukrainisch-ungarischen Grenze auf die Ostalb durch das Engagement des FC Röhlingen, der sich frühzeitig bei diesem Thema engagiert hat. Unterstützt wurden die überwiegend jungen Organisatoren des Sportvereins vom Verein „Die Ostalb hilft“, welcher unmittelbar vor Abfahrt von Unternehmern und Privatleuten am vergangenen Freitagabend gegründet wurde. Zweck des Vereins ist laut Satzung „die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge… sowie Hilfe für den Wiederaufbau“.

Von Anfang an waren die Stadt Ellwangen und der Ostalbkreis in das Engagement einbezogen und haben die kurzfristige Hilfsaktion von Verwaltungsseite unterstützt.

Für die 15-stündige Rückfahrt wurden Waren von den Firmen Metzgerei Bühler, Virngrundbäcker, Apotheke im Kaufland, Norma, Getränke Gerold und Thorwart Fleischwaren bereitgestellt. „Wir bedanken uns ganz herzlich für diese Unterstützung, denn so war sichergestellt, dass alle Personen auf der Rückfahrt versorgt werden konnten.“, sagt Michael Heinisch, stellvertretender Vorstandssprecher der FC Röhlingen.

Das Busunternehmen OK.go hatte sich spontan bereit erklärt, einen Bus zur Verfügung zu stellen.

Vor Abfahrt wurde der Reisebus am Freitagabend mit allerlei Hilfsgütern beladen, überwiegend Hygieneartikel und Nahrungsmittel, die zuvor in Röhlingen und Umgebung gesammelt worden waren. „Das Engagement der Bevölkerung und unserer jungen Leute war einfach toll. Alle haben mit angepackt“, so Michael Heinisch.

Am Samstagmorgen um vier Uhr ging es dann los – mit vier Helfern des FC Röhlingen und zwei Busfahrern von OK.go, die sich freiwillig für die weite Reise gemeldet hatten. Am Ende sollten es 2.500 Kilometer in weniger als 48 Stunden werden.

Nach der Ankunft an der ungarisch-ukrainischen Grenze und einigen Schwierigkeiten, konnten die Hilfsgüter spätabends auf einen LKW der ukrainischen Caritas umgeladen werden. Die Geflüchteten selbst wurden am Sonntagmorgen aufgenommen: 44 Frauen und Kinder bzw. Jugendliche. Völlig erschöpft von den vergangenen Tagen, machten sie sich, nachdem sie einen Corona-Test absolviert hatten, auf den langen Weg nach Baden-Württemberg. Mitten in der Nacht von Sonntag auf Montag kamen sie auf der Ostalb an und wurden von privaten Gastfamilien abgeholt. Diese hatten sich sehr spontan bereit erklärt, Menschen aus der Ukraine bei sich aufzunehmen.

Die jungen Hauptorganisatoren des FC Röhlingen um Anna Heinisch als Verantwortliche im Bus, Jannik Gösele und Sebastian Palm von zu Hause aus, waren während der Rückfahrt mit der Organisation der Unterbringung beschäftigt. In den kommenden Tagen werden diese weiterhin das Bindeglied zwischen Geflüchteten, Gastfamilien und Behörden sein.

„Es war bewegend, die große Solidarität zu spüren und zu erleben wie alle Beteiligten Hand-in-Hand gearbeitet hatten, um den Menschen die Reise aus der Ukraine und das Ankommen bei uns zu erleichtern“, waren sich alle einig.

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