Flächentausch macht Bauen möglich

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Blick von Nordwesten auf Röhlingen: Hier im Bereich „Beinig IV“, grob zwischen Rötlener Straße, Haydn- und Laubbachstraße könnte ein neues Baugebiet entstehen.
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Erste Schritte hin zu einem neuen Baugebiet in Röhlingen wurden im Ortschaftsrat diskutiert. Nicht alle Rätinnen und Räte sind davon begeistert.

Ellwangen-Röhlingen

Bekommt Röhlingen neue Bauplätze? Die Möglichkeit besteht. Aber bis dahin ist bei interessierten Bauherren noch viel Geduld gefragt. Um den allerersten Schritt hat sich der Ortschaftsrat in seiner Sitzung am Montagabend mit der Änderung des Flächennutzungsplans gekümmert. Für eine Warteliste sei es aber noch viel zu früh, so Ortsvorsteher Walter Schlotter.„Im Rahmen eines „vereinfachten Flächentauschs“ könnte eine geplante Wohnbaufläche aus dem Bereich „Hinterer Spitalhof“ nach Röhlingen in den Bereich „Beinig IV“ verlagert werden“, erklärte Michael Bader, Leiter des Stadtplanungsamtes. „Das passiert nicht morgen gleich. Dazu müssen alle Gremien zustimmen.“ Allein dieses Verfahren werde rund eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Mit Schlotter war er sich einig, dass es für Röhlingen wichtig sei, die vorhandenen Flächen im Ort als Bauplätze zu nutzen.

CDU-Stadträtin Corinna Haas meldete größte Bedenken an, dass noch weiter Land verbraucht werde. „Ich hab das Gefühl, die Bauern sind nur noch dazu da, Flächen abzugeben.“ Der Ortsvorsteher entgegnete: „Ein Ort muss sich halt auch entwickeln. Dazu gehört, dass wir jungen - oft Röhlinger - Familien, ermöglichen zu bauen.“ Innerorts gebe es seines Wissens nach – theoretisch – 33 Bauplätze. Doch die Besitzer wollten nicht verkaufen.

Für CDU-Ratsmitglied Anton Wagner ist der geplante Bereich im Nordwesten des Orts „die falsche Ecke für ein Baugebiet“. „Wenn unsere Ortsumfahrung kommt, hören die Leute, die dort bauen, nur noch Straße. Da nimmt man den einen durch die Ortsumfahrung den Lärm weg und den anderen setzt man ihn vor die Nase.“ Schlotter denkt an „gute Lärmschutzmaßnahmen“. „Wir können immer gegen alles sein. Aber man muss auch Lösungen finden.“

Haushaltsplan: Anschließend knöpfte sich der Rat den Haushaltsentwurf 2022 vor. Die großen Punkte dabei sind die geplante Kindertagesstätte in Neunheim, die Erweiterung der Feuerwehr in Röhlingen (50 000 Euro) und Investitionen im Tiefbau für den Radweg Röhlingen-Pfahlheim, die Brücke bei der Schule und die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Pfahlheim und Rötlen. Was Schlotter zudem angehen will: „Der verschlammte Mühlkanal sollte ausgebaggert werden.“

Das sei eine kleine, aber für die nächsten Jahre effektive Lösung, um Überschwemmungen zu verhindern. Das Geld für eine größere Maßnahme wie vom Wasserwirtschaftsamt vorgeschlagen, sei nicht da. Die Räte folgten mehrheitlich Schlotters Vorschlag und stimmten auch dafür, das Kriegerdenkmal an der Kirche für rund 6000 Euro richten zu lassen. Wichtig war den Räten zudem, dass entlang der Rattstatter Straße zum Neunheimer Sportplatz eine Straßenbeleuchtung umgesetzt wird. „Das sind ja viele Jugendliche unterwegs“, stimmte Bürgermeister Volker Grab zu. Für den Haushalt 2022 werde es zwar nicht reichen. Der Parkplatz Eichenfeldfalle ist ein weiteres Anliegen des Ortsvorstehers. „Da muss man fast schon mähen, so viel Gras wächst da.“ „Verbundsteine wären das Schönste“, sagte Stadtrat Rudolf Wiedmann. Aber „ein paar Fuhren Schotter“ würden auch schon helfen, so der Ortsvorsteher.

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