7,1 Millionen Euro für nächste Stufe im Breitbandausbau

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Großer Bahnhof für den nächsten Step in Sachen Breitbandausbau: die beteiligten Behörden und Organisationen des 7,1-Millionen-Euro-Projekts trafen sich am Mittwoch in Röhlingen.
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Der 3. und 4. Bauabschnitt des Breitbandausbaus „weiße Flecken“ in Ellwangen beginnt am Feuerwehrhaus in Röhlingen. 430 Haushalte werden Gigabit-fähig erschlossen.

Ellwangen-Röhlingen. Der Ort für den ersten Spatenstich war nicht zufällig gewählt: Am Röhlinger Feuerwehrhaus laufen tatsächlich die Glasfasern aus allen Richtungen zusammen. Hier entsteht ein Knotenpunkt, von dem aus das östliche Gemarkungsgebiet angefahren wird. Bürgermeister Volker Grab freute sich, dass es los geht mit dem 3. und 4. Bauabschnitt: „Breitband ist so wichtig wie Strom und Wasser. Wir investieren hier für die Bürgerinnen und Bürger und die Firmen.“ Von Buchhausen im Osten bis Griesweiler im Westen, von der Treppenmühle im Norden bis Röhlingen im Süden liegen die Ortschaften, die im nächsten Bauabschnitt in den Genuss einer schnellen Datenleitung kommen.

Die Kosten für den jetzt beginnenden Ausbau liegen bei 7,1 Millionen Euro, davon müsse die Stadt 10 Prozent selbst tragen, also rund 710 000 Euro. Den Löwenanteil, 50 Prozent der Baukosten, trage der Bund, 40 Prozent das Land.

Werner Riek, Leiter des Breitbandkompetenzzentrums Ostalb, machte deutlich dass Breitbandausbau kein Sprint sei sondern ein Marathon. „Das Ergebnis zählt“, sagte Riek und im Süden und Westen von Ellwangen seien bereits viele Haushalte angeschlossen. Das Backbone des Landkreises werde weiter ausgebaut, im Ellwanger Zentrum entlang der Bahntrasse. Mit dem jetzigen Ausbau würden zwar „nur ein paar hundert Haushalte“ versorgt, allerdings sei diese Ausbaustufe auch Voraussetzung für den nächsten Schritt, die Erschließung der „grauen Flecken“. wenn wir das umgesetzt haben, sind hier 98 Prozent der Haushalte gigabitfähig. Dann spiel Ellwangen digital in der ersten Liga, wo es auch hingehört“, meinte Riek.

Felix Junker vom Innenministerium, der auch Grüße von Minister Thomas Strobl überbrachte, versicherte: „Unser Ziel ist es, digitale Leitregion in Europa zu werden“, deshalb werde auch der Ausbau der „grauen Flecken“ kräftig gefördert. „Bitte stellen sie weiter kräftig Anträge“, rief er den Kommunalpolitikern zu.

Philipp Schaffert von der NetCom BW sah in dem nächsten Ausbauschritt „eine ganz große Nummer“. 1000 MBit stabil werde für Privatanschlüsse, bis zu 10 000 MBit im Download für gewerbliche Kunden bereitgestellt. Damit könne man problemlos im Homeoffice arbeiten und TV streamen.

Röhlingens Ortsvorsteher Walter Schlotter freute sich über den Ausbau: „Wir wollen mit der Welt kommunizieren.“ deshalb müsse auch bald an die „grauen Flecken“ ran.

Robin Menholz, Vertreter des Vorstands bei der Komm.Pakt.Net, meinte man erkenne allmählich auch über mehrere Landkreise hinweg, dass die allergrößte Not beseitigt sei: „Wir müssen immer seltener Versäumnisse der Vergangenheit aufholen sondern nur noch verbessern.“ Die Fortschritte in der Breitbandversorgung zeigten, was möglich ist, wenn sich Menschen auch privat für eine Sache einsetzen.

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