Pflege-Wohngemeinschaft in Röhlingen: Im Alter bleiben, wo man zuhause ist

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Die neue Pflegewohngemeinschaft "Schoafmichel" in Röhlingen ist eingeweiht. Bald können hier acht Senioren gemeinsam leben, jeder in seinem eigenen Zimmer mit eigenem Bad. Gemeinschaftsräume sorgen dafür, dass keiner alleine sein wird.
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Die neue Pflege-Wohngemeinschaft „Schoafmichel II“ in Röhlingen ist fertig.

Ellwangen-Röhlingen. Daheim sein. Nicht in einem Heim. Irgendwo. Sondern in Röhlingen, wo man verwurzelt ist, Familie und Freunde leben. Diesen Gedanken hatte Landrat Dr. Joachim Bläse formuliert, in seinem Gruß an die, die sich im nigelnagelneuen Gemeinschaftsraum des Schoafmichels II, der am Freitag von Pater Sony (ein-)geweihten Pflege-Wohngemeinschaft in der Röhlinger Hauptstraße, versammelt hatten.

Planer, Bauträger und Vermieter ist die Weik Immobiliengesellschaft aus Westhausen, die schon nebenan das Mehrgenerationenhaus Schoafmichel I realisiert hat. Jetzt hat Maximilian Weik in nur einem Jahr den Bau erstellt: In den oberen beiden Stockwerken sind drei Wohnungen entstanden, im Erdgeschoss die Pflege-WG für acht Senioren. Für jeden gibt’s ein eigenes Zimmer mit ebenfalls eigenem Bad. Selbstständiges Wohnen ist möglich. Wer Unterstützung oder Pflege braucht – kein Problem. Eine Präsenzkraft ist rund um die Uhr vor Ort und hilft wo erwünscht.

Eine spürbare Freude ist es für den Inhaber und Geschäftsführer des Intensivpflegedienstes Lebenswert „Rudi“ Wiedmann und seine Frau Martina, dass es nun losgehen kann in Röhlingen. Vor fast einem Jahr haben sich die beiden für die Zusammenarbeit mit Korian, dem größten Anbieter für Pflege in Europa, entschieden. Beim Schoafmichel handle es sich ganz bewusst nicht um eine spezielle WG für intensivpflichtige Patienten, sondern um eine Wohngemeinschaft, „wo pflegebedürftige Menschen ohne ständige Lebensbedrohung ihre Leben unter der Mithilfe von Lebenswert selbstständig gestalten können.“ Gemeinsamkeit und Selbstständigkeit sind also Ziel und Programm. Bereits jetzt sind die Mehrheit der Zimmer belegt.

Oberbürgermeister Michael Dambacher sagte, es sei wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, dass die Menschen im Alter in ihrer Heimatgemeinde bleiben und soziale Kontakte pflegen könnten. Er hoffe auf viele Nachahmer in Ellwangens anderen Ortsteilen. „Danke, dass Ihr das Ding angepackt habt“, zeigte sich Landtagsmitglied Winfried Mack froh über Wiedmanns Engagement. Frank Seifert von der AOK Ostwürttemberg sagte, gerade im ländlichen Raum seien klassische Pflegeheime überdimensioniert. Dr. Stephan Wesely, CFO bei LifeLong INC Spokane/Washington, und das Veeh-Harfen Ensemble der Musikschule Ellwangen umrahmte.⋌pe

Einweihung Pflegewohngemeinschaft Schoafmichel Röhlingen

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