Röhlingen rüstet sich für den Umzug

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Das Organisationsteam der Röhlinger Sechtanarren (RöSeNa) mit den Präsidenten Christoph Thor (links) und Roland Brenner (rechts) organisiert zum 50-jährigen Bestehen der RöSeNa einen großen Faschingsumzug.

Die Faschingsgesellschaft Röhlinger Sechtanarren (RöSeNa) wurde vor 50 Jahren gegründet. Passend zum Jubiläum findet der nur alle fünf Jahre veranstaltete Faschingsumzug statt.

Ellwangen-Röhlingen

Im Jahre 1970 wurden in der damaligen Altgemeinde Röhlingen und auf Initiative des späteren Gründungspräsidenten Franz Mündl am Faschingsdienstag ein Faschingsumzug organisiert und nachfolgend die "Faschingsgesellschaft Röhlinger Sechtanarren" (RöSeNa) gegründet. Ein Jahr später wurde die erste Prunksitzung abgehalten. Seit 16 Jahren werden alljährlich drei Prunksitzungen ausgerichtet. Der Faschingsumzug wird von Beginn an im Fünf-Jahres-Rhythmus veranstaltet. Somit wird dieses Jahr – passend zum 50-jährigen Bestehen der RöSeNa – am Sonntag, 2. Februar, ein großer Faschingsumzug durch Röhlingen ziehen.

Das Programm für die drei Prunksitzungen stehe, sagt der Präsident Christoph Thor. "Seit Juli 2019 laufen die Vorbereitungen für den Faschingsumzug", weiß dessen Kollege Roland Brenner. Das Organisationsteam würde sich mit den Brandjoggala (Thomas Eiberger), dem Elferrat (Christian Abele und Corina Weiß), den Sechtafegern (Tatjana Gentner) und dem Wilden Heer (Ilse Bauer) aus allen Gruppierungen der RöSeNa zusammensetzen. Die Guggenmusiker um Hannes Liesch hätten eine "Warm-up-Party" organisiert.

66 Vereine und 3760 Aktive

Christian Abele und Alois Gmeiner hätten die Umzugssaufstellung koordiniert, sagt Brenner. Für den Faschingsumzug hätten sich 66 Vereine beziehungsweise Faschingsgesellschaften mit zahlreichen Untergruppierungen und insgesamt rund 3760 Umzugsteilnehmern angemeldet. Johannes Gerold, Peter Bauer und Franz Schwarz wollen den Umzug auf Höhe des Feuerwehrgerätehauses, der Ehrentribüne (vor der VR-Bank) und der "Traube" kommentieren.

Der Arbeitsplan umfasse rund 300 Helfer. Davon würde die RöSeNa rund 220 Akteure stellen. Aber auch andere Vereine seien mit im Boot. Die Ringer des AC Röhlingen wollen an den Zufahrtsstraßen Eintritt (2,50 Euro) kassieren. Der TTC Neunstadt unterstützte die RöSeNa bei der Bewirtung. Die private Faschingsgruppe "Liashang Grabsler" wolle vorm "Partystadel Bühler" einen Verpflegungsstand betreiben. Weitere Stände entlang der Umzugsstrecke soll es in der Kirchstraße (Familien Heinisch und Rieger), bei der Feuerwehr, beim "Lammwirt" und vor der Metzgerei Bühler geben. Im ganzen Ort gebe es ein einheitliches Pfandsystem. Alle Stände würden Becher und Flaschen zurücknehmen.

Den Strohbären hab ich im Fernsehen gesehen.

Hermann Feile Krieger- und Reservistenverein

Die Feuerwehr, Abteilung Röhlingen, und der DRK-Ortsverein Röhlingen sowie zwei Notärzte ständen parat.

Der Strohbär der RöSeNa

Die Aktiven des Krieger- und Reservistenvereins Röhlingen wollen den Umzug mit einem "Strohbären" anführen. Beim "Strohbären" handelt es sich um die erste, jedoch seit Jahren nicht mehr aktive Brauchtumsgruppe der RöSeNa. Deshalb kommt die Frage auf, ob die "Kriegsveteranen" diese Maskengruppe reaktivieren wollen. Dies verneint der Vorsitzende des Krieger- und Reservistenvereins Hermann Feile. So wie die anderen Röhlinger Vereine wolle auch seine Gruppierung beim Umzug mitmachen. Weil es sich beim Krieger- und Reservistenverein um einen Traditionsverein handele, könnten die Veteranen keine Comic-Figuren darstellen. Bei Liveberichten des SWR über Faschingsumzüge habe er die Figur des "Strohbären" gesehen. Aus Unwissenheit, dass es bei der RöSeNa eine entsprechende Gruppe gab, sei für den Umzug ein "Bärenkostüm" gefertigt worden. Möglicherweise werde die RöSeNa den Auftritt als Anlass nehmen, um nach dem Umzug die alte Gruppe selbst zu reaktivieren, sagt Feile augenzwinkernd.

Weitere Infos zum Umzug am 2. Februar finden Sie online unter www.schwaepo.de.

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