Röhlinger Ortschaftsrat diskutiert über Verkehrssituation

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Mehr als drei Schilder an einem Masten sind laut deutscher Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt. Wohin das führt, sieht man in der Röhlinger Ortsdurchfahrt.
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In der Sitzung ging es unter anderem um den Schilderwald in der Röhlinger Ortsdurchfahrt und die Parksituation in der Rathausstraße.

Ellwangen-Röhlingen. Röhlingens Ortsvorsteher Walter Schlotter hat in der Sitzung am Montag seiner Räte über die Ergebnisse der jüngsten Verkehrsschau informiert. Wie Schlotter ausführte, seien dabei auf Röhlinger Gemarkung drei Standorte genauer unter die Lupe genommen worden.

Darunter die Situation auf der L1060 im Bereich der Abzweigung Hochgreut/Elberschwenden. Hier hatten sich zwischen Januar 2019 und März 2022 fünf Unfälle ereignet. Dabei war ein Mensch leicht verletzt worden. Dies sei aus Sicht der Verkehrsschau-Experten aber noch lange kein Grund, an dieser Stelle tätig zu werden und in den Verkehr einzugreifen.  Wie Schlotter erklärte, handele es sich aus Sicht der Fachleute hier lediglich um eine "Unfallauffälligkeit", aber noch nicht um eine "Unfallhäufung". 

Reagiert wurde zwischenzeitlich indes im Bereich der Rathausstraße. Hier hatte man die Parksituation mit sogenannten "mobilen Parkverboten" entspannen wollen. Laut Schlotter habe das allerdings zu massiven Beschwerden der Anwohner geführt. Die mobilen Parkverbote seien deshalb  wieder einkassiert worden.

Wie es mit dem Schilderwald in der Röhlinger Ortsdurchfahrt weitergeht, ist indes noch offen.  Aufgrund des Lärmaktionsplans der Stadt Ellwangen wurde hier die Geschwindigkeit für alle Fahrzeuge von 22 bis 6 Uhr auf 30 km/h begrenzt. Zudem gilt Tempo 30 rund um die Uhr für alle Gefährte über 3,5 Tonnen. Da die Straßenverkehrsverordnung aber besagt, dass im Höchstfall drei Verkehrszeichen an einer Vorrichtung zulässig sind beziehungsweise Verkehrszeichen, die Lastwagen und Auto betreffen,  nicht an einem gemeinsamen Masten hängen dürfen, ist die Röhlinger Ortsdurchfahrt mittlerweile gepflastert mit Schildern. Sehr zum Ärger des Röhlinger Ortsvorstehers. "Das kann keine Dauerlösung sein",  betonte Schlotter. Er sprach sich in diesem Zuge für eine uneingeschränkte Einführung von Tempo 30 in der Röhlinger Ortsdurchfahrt aus. Ansonsten dürfe man sich nicht wundern, wenn Autofahrer in Röhlingen die Orientierung verlieren.

Ein weiteres Verkehrsthema brachte danach noch Ortschaftsrat Roland Brenner aufs Tapet: Er wollte wissen, wann in der Neunstadter Ortsdurchfahrt endlich eine Tonnagebegrenzung für durchfahrende Lkw eingeführt wird. Bürgermeister Volker Grab erwiderte, dass er dazu nicht viel Neues sagen könne. Das Thema habe man in den vergangenen zehn Jahren schon oft diskutiert, an der Sachlage habe sich aber nie etwas geändert. Laut Grab hätten mehrere Verkehrszählungen ergeben, dass der Schwerlastverkehr in Neunstadt so gering sei, dass eine solche Maßnahme nicht zu rechtfertigen wäre. "Wir sind da an geltende Vorgaben gebunden", unterstrich Grab mit einigem Nachdruck. Damit wollten sich aber weder Roland Brenner noch  Anton Wagner zufrieden geben. Wagner warf ein, dass sich die Zahl der Lkw in Neunstadt nach seiner Wahrnehmung "locker verdoppelt" habe. "Das ist eine regelrechte Autobahn geworden", erklärte Wagner. Er plädierte deshalb zumindest für eine neue Verkehrszählung. Grab nahm diese Anregung zur Kenntnis. 

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