Viva la musica: Röhlingen feiert 175. Jahre

+
Der Liederkranz Röhlingen begeistert am Samstag in der Sechtahalle und blickt zurück zu den Anfängen.

 Der Liederkranz Röhlingen begeistert am Samstag in der Sechtahalle und blickt zurück zu den Anfängen.

Ellwangen-Röhlingen. Viva la musica – Es lebe die Musik. So beginnt am Samstagabend in der Sechtahalle in Röhlingen musikalisch die Feier des Gesangvereins Liederkranz Röhlingen zum 175-jährigen Bestehen. Eigentlich schon 176 Jahre, aber vergangenes Jahr konnten keine Termine wegen der Pandemie stattfinden.

Neben dem Männerchor, dem Frauenchor, dem Chor inTakt, die alle zum Liederkranz gehören, ist außerdem der Grundschulchor der Johann-Sebastian-von-Drey-Schule als Kooperationsprojekt sowie der Patenverein Liederkranz Unterschneidheim aufgetreten.

Roland Herzog, der durch den Abend führte, merkte an, dass der Liederkranz Tradition und Moderne gleichermaßen verbinde – eben wie ein Kranz, eng verbunden, Ausdruck für Trauer gleichermaßen wie für Freude. „Hören sie genau hin, welche Texte in den Liedern stecken“, ermuntert er die zahlreichen Gäste in der Halle. Alles habe einen Zusammenhang, eigene Gedanken ließen sich damit verbinden. Nicht nur leichte Muse sei es, die man zu Gehör brächte, ergänzt Herzog - vielmehr drückten die Lieder Empfindungen aus, ja nach dem, was der Text einem gibt.

Gerne ließen sich die Zuhörer auf diesen Appell ein, genossen das breite Spektrum an ausgewählter Literatur von Peter Waldenmaier, der sich als Dirigent für den Männer- und Frauenchor verantwortlich zeigt sowie Chorleiter Dmitri Formitchev vom Chor „inTakt“.

Vorsitzender Eugen Veile hatte zu Beginn des Festaktes die Gäste begrüßt und nannte es „Eine Ehre, mit uns feiern zu wollen“. Der unermüdliche Einsatz von Ehrenamtlichen sei es, der den Liederkranz so alt habe werden lassen, betonte er.

Nachdem alle Chöre zu Beginn auf der Bühne standen, folgte der Schulchor und ermunterte mit einem „Mitmach-Lied“ die Gäste aufzustehen und ihrem Beispiel zu folgen.

Josef Kling übernahm den ersten Teil des Rückblicks seit der Gründung. Karl-Josef Graf stellte im Anschluss die aktuelle Festschrift vor, die die vergangenen 25 Jahre beleuchtet. Über 30 Konzerte habe man seit 1996 gegeben, beziffert Graf seine Ausführungen, viele Jubiläen, Gottesdienste und Trauerfeiern habe man begleitet. Und natürlich auch viele Feste gefeiert.

Da passte auch das „Lied der Freundschaft“, gesungen vom Frauenchor, der 1996 gegründet wurde, sehr gut. Denn Freundschaft ist es, die auch im Vereinsleben wichtig ist. Das gemeinsames Singen verbindet, dessen ist sich auch Oberbürgermeister Michael Dambacher sicher. Er überbrachte Grüße und Glückwünsche von der Stadt Ellwangen und vom Gemeinderat. Der Liederkranz sei ein traditionsreicher Verein, der sowohl Anlass zur Rückschau gebe, aber auch den Blick in die Zukunft lenke. Er übergab Eugen Veile einen Scheck über 500 Euro, mit dem sein Nachredner, Ortsvorsteher Walter Schlotter, nach eigenen Angaben nicht mithalten kann. Dennoch, und darauf ist er stolz, könne er als Vertreter der örtlichen Vereine nach einer Sammlung auf deren Initiative hin einen großen Präsentkorb überreichen, der auch neues Notenmaterial beinhaltet. „Musik ist eine gemeinsame Sprache der Menschheit“ sagt Schlotter und ergänzt, dass Menschen zwar unterschiedlich seien, aber gemeinsames Singen alle zusammenbringe.

Im Anschluss an die Pause nahm die Musik nochmal fahrt auf. Chorleiter Dmitri Formitchev und seine Damen von inTakt begeisterten ebenso mit ihren Beiträgen wie der Liederkranz Unterschneidheim mit seinem Männer- und Frauenchor. Am Ende dann der große Auftritt der Männerchöre von Röhlingen und Unterschneidheim, gefolgt von nochmals allen Chören aus Röhlingen.

Zurück zur Übersicht: Röhlingen

Kommentare