Rosenberg bekommt einen neuen Bauhof

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So soll er aussehen: der neue Rosenberger Bauhof, der unweit des Sportplatzes entstehen soll.
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Der Gemeinderat hat den vorgestellten Planungsentwurf in seiner jüngsten Sitzung einstimmig begrüßt. Jetzt sollen die Kosten für das Projekt ermittelt werden. 

Rosenberg. Die Gemeinde Rosenberg will sich einen neuen Bauhof gönnen. In der jüngsten Sitzung wurde von der beauftragten Architektin Susanne Hähnle-Probst der erste Planungsentwurf dazu vorgestellt. Er stieß  im Gremium auf ungeteilte Zustimmung.

Wie Bürgermeister Tobias Schneider einleitend erklärte, habe sich der Bauausschuss des Gemeinderats bereits mit dem Entwurf für den geplanten neuen Bauhof in Geiselrot, unweit des Sportgeländes, intensiv auseinandergesetzt und ihn für gut befunden. "Da wird ein richtig schönes Ensemble entstehen", zeigte sich Schneider überzeugt.

Die Architektin Susanne Hähnle-Probst aus Rot am See stellte dem Gremium anschließend den Plan im Detail vor. Auf dem Gelände sind neben einem kleinen Personalgebäude, das direkt mit der Fahrzeughalle verbunden sein wird, auch eine große Lagerhalle sowie ein Salzsilo, diverse Materialboxen und einige Stellplätze vorgesehen.

Gemeinderat Gerold Geiger hakte nach, ob es nicht sinnvoll sei, auf dem großzügig angelegten Areal auch noch Goa-Container, zum Beispiel für Altglas oder Grünschnitt, zu platzieren. Ein Vorstoß, der bei Bürgermeister Tobias Schneider, auf wenig Gegenliebe stieß. Das sei nicht vorgesehen, machte der Bürgermeister klar. Und es sei auch nur schwer umzusetzen, weil zum Beispiel Altglascontainer für die Bürger immer zugänglich sein müssten, was auf dem eingezäunten Bauhofgelände nicht der Fall sein wird.

Im Nachgang wurde dann noch munter diskutiert, ob man die Containerstandorte in Rosenberg nicht zumindest noch etwas aufwerten könnte - indem man auf Unterflur-Container umstellt. Wie Schneider erklärte, seien diese Maßnahme bei der GOA schon beantragt worden. Rosenberg stehe bei der GOA auf der Prioritätenliste aber nicht oben, da hier die Container nicht so prominent platziert sind wie in anderen Gemeinde und auch lange nicht so schlimm aussehen wie es andernorts der Fall ist.

Am Ende der kurzen Diskussion wurde der Entwurfsplanung einmütig zugestimmt. Die Verwaltung wurde gemeinsam mit der Architektin beauftragt das Baugesuch zu finalisieren und zur Genehmigung einzureichen. Danach soll dann "zeitnah" die Ausschreibung der erforderlichen Arbeiten erfolgen.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED: Ein weiteres Thema in der Sitzung war die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Sowohl in einigen Straßenzügen in Rosenberg als auch in Unterknausen gebe es noch Handlungsbedarf, erklärte Bürgermeister Tobias Schneider. Insgesamt müssten 43 LED-Aufsatzleuchten sowie einer Überspannungsleuchte zu einem Preis von rund 29 500  Euro angeschafft werden. Im Haushalt 2022 stünden dafür die entsprechenden Mittel zur Verfügung. Ein Förderantrag könne für den Austausch nicht gestellt werden, da es sich bei den alten Leuchten bereits um Energiesparmodelle handelt und daher die geforderte wesentliche Reduzierung des Stromverbrauchs nicht erreicht wird. Der Gemeinderat stimmte der Maßnahme am Ende einstimmig und ohne Diskussion zu. Die Installation der neuen Leuchten soll im kommenden Jahr erfolgen.

Modernisierung der Abwasseraußenstationen: Der Rosenberger Gemeinderat hat in der Sitzung am Montag auch der Vergabe von Arbeiten im Rahmen der Erneuerung der EMSR-Technik  („elektrisches Messen, Steuern und Regeln“) in den Regenüberlaufbecken Rosenberg-Ohrmühle, Hohenberg Ost und Hohenberg West zugestimmt. Zwei Firmen hatten in der Ausschreibung ein Angebot abgegeben; günstigster Bieter war die Firma Cti Automation GmbH aus Gruibingen. Sie wird die Arbeiten nun zu einem Preis von rund 165 000 Euro ausführen. Ein zweiter Auftrag wurde noch an die Firma bgu-Umweltschutzanlagen GmbH aus Bretzfeld vergeben. Sie übernimmt für 181 572 Euro die Erneuerung der Abflussregelung der Regen-überlaufbecken Hohenberg Ost) und  Hohenberg West.

Neues Mitglied beim Wasserverband: Der Rosenberger Gemeinderat hat zugestimmt, dass die Stadt Crailsheim beim Zweckverband Wasserversorgung Jagstgruppe austreten und durch die Stadtwerke Crailsheim ersetzt werden darf. Der Entscheidung ging allerdings eine kurze, angeregte Debatte voraus, in der die Rosenberger Räte mit einigem Nachdruck unterstrichen, dass die Wasserversorgung zwingend in kommunale Hand gehört  - das müsse auch gewährleistet bleiben, wenn zum Beispiel die Stadtwerke Crailsheim an einen privaten Investor verkauft würden. Bürgermeister Tobias Schneider machte deutlich, dass er diesbezüglich nicht den Hauch einer Gefahr sieht . Außerdem seien die Mehrheitsverhältnisse im Zweckverband klar. Die Stadt Crailsheim verfüge hier über fünf Stimmen, die Gemeinden Frankenhardt, Jagstzell, Rosenberg undKreßberg zusammen über sechs Stimmen. Damit hätten die Gemeinden die Entscheidungshoheit - vorausgesetzt, sie sind sich immer einig.

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