Rosenberg unterstützt Breitband-Initiative

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Rosenberg will sich über die Komm.Pakt.Net und die OEW Breitband GmbH für den Ausbau der Grauen Flecken gut aufstellen. Symbolbild: adobe stock
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Wie eine Art „kommunaler GmbH“ den Ausbau der „Grauen Flecken“ flankieren soll.

Rosenberg. Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) plant derzeit die Gründung einer OEW Breitband GmbH. Ziel der Gesellschaft ist die Beschleunigung des kommunalen Breitbandausbaus, insbesondere der Ausbau der so genannten „Grauen Flecken“.

Das sind Haushalte, bei denen lediglich eine theoretische Versorgung zwischen 30 und 100 Mbit im Downstream möglich ist. Und davon gibt es in der Gemeinde Rosenberg noch eine ganze Reihe, sowohl in den Teilorten, als auch im Hauptort Rosenberg.

Interessant werde die Gründung der Gesellschaft für die OEW, weil bei den „Grauen Flecken“ nun auch ein solches rechtliches Konstrukt durch Änderungen an den Förderkriterien voll förderfähig bleibe.

„Die Weißen Flecken in der Gemeinde sind allesamt geschlossen“, hielt Bürgermeister Tobias Schneider fest. Dies sind Bereiche mit einer theoretischen Versorgung unter 25 Mbit.

Rosenberg ist bereits mit vielen anderen Kommunen Ostwürttembergs Mitglied in der Komm.Pakt.Net, einer Kommunalanstalt öffentlichen Rechts, die seit 2016 den Ausbau des Breitbandnetzes in für die Privatwirtschaft eher unrentablen Regionen vorantreibt. Durch den Zusammenschluss erhalten die Kommunen bessere Konditionen für den Netzausbau und besseren Zugang zu Fördergeldern.

Nun beabsichtigt die Komm.Pakt.Net, sich in die geplante OEW Breitband GmbH einzubringen.

Ergänzender Ausbau

Keinesfalls solle die neue Gesellschaft in Konkurrenz zur Komm.Pakt.Net treten, vielmehr diese ergänzen: „Der Ausbau über die OEW Breitband GmbH soll additiv zum Ausbau der Städte und Gemeinden mit Komm.Pakt.Net erfolgen“, erklärte Schneider, „er kann und soll diesen nicht ersetzen. Gemeinsam mit einem weiteren starken kommunalen Partner sehen wir für die beteiligten Kommunen von Komm.Pakt.Net die Chance, den Ausbau der glasfaserbasierten Breitbandinfrastruktur deutlich zu beschleunigen.“ Damit wäre der Glasfaserausbau in den Kommunen in den „grauen Flecken“ in einer Geschwindigkeit möglich, die mit der aktuellen Konstellation nicht erreicht werden könne.

Der Ausbau erfolgt im Betreibermodell und die Infrastruktur verbleibe in kommunaler Hand, der OEW, versicherte Schneider. Damit behalte die kommunale Seite Einfluss auf die Gestaltung der Netzbetriebsverträge, einschließlich der Endkundenpreise. Da Rosenberg durch den Beitritt keine Nachteile entstünden, ermächtigte der Gemeinderat Bürgermeister Schneider einstimmig, bei der nächsten Verbandssitzung für den Beitritt zur neuen Gesellschaft zu stimmen.

Jürgen Kunze

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