Corona: Lage im Pflegestift Rosenberg entspannt sich

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Das Pflegestift Rosenberg. Anfang des Jahres ist es hier zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. Mittlerweile hat sich die Lage wieder entspannt. Archivfoto: jku
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Die tragische Nachricht: Nach massivem Ausbruch zum Jahresanfang verstarb fast jeder vierte Bewohner.

Rosenberg

Der massive Corona-Ausbruch im Pflegestift Rosenberg im Generationenpark "Edelrose" Anfang des Jahres forderte dort elf Menschenleben. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen und eines umfassenden Hygienekonzepts verbreitete sich das Virus rasant unter den Bewohnern, 42 von 45 Bewohnern und einige Pflegekräfte infizierten sich.

Inzwischen hat sich die Lage merklich entspannt. Die Neuinfektionen und aktiven Fälle der in der Gemeinde gemeldeten Einwohner sind am Wochenende auf null gesunken, neben den Fällen im Pflegestift starb in der Gemeinde Rosenberg ein weiterer Mensch an oder im Zusammenhang mit Corona.

Aktuell führt das Pflegestift noch drei aktive Fälle, berichtete die Pressesprecherin des Trägers, der Dienste für Menschen gGmbH, Teil der Diakonie und verantwortlich für rund 1700 Pflegeheimplätze im Land.

Wir haben keine neuen Fälle mehr.

Heike Schneider Pressesprecherin des Trägers

"Die Entisolierung der Bewohner startete am 18. Januar. Wir haben keine neuen Fälle mehr", so Heike Schneider. "Es ist noch zu früh, um vollständig Entwarnung zu geben, aber die Lage beruhigt sich deutlich." Die Differenz zu den Zahlen der Gemeinde ergibt sich darin, dass im Pflegeheim auch Bewohner leben, die nicht in der Gemeinde Rosenberg gemeldet sind. Eine Prognose zum weiteren Infektionsgeschehen kann und möchte Schneider nicht geben, das Hygienekonzept wird beibehalten. "Es ist immer noch unklar, woher das Virus eingetragen wurde und wie es sich verbreiten konnte. Unser hohes Hygienekonzept für Bewohner, Besucher und Mitarbeiter gilt nach wie vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden drei Mal in der Woche getestet, Bewohner alle zwei Tage. Aber wir werden noch engmaschiger testen und überwachen, wenn Bewohner zu Ärzten, in Dialyse oder in Klinik-Notaufnahmen gebracht werden und wieder von dort in die Einrichtung zurück kehren", so Schneider. "Ohne auf jemanden zeigen zu wollen. Aber dabei sind die Menschen einfach mehr Kontakten ausgesetzt, trotz aller Schutzmaßnahmen in unserem Hause."

Denn natürlich sei das Pflegestift keine geschlossene Einrichtung, und "wir dürfen die Menschen nicht einfach komplett absondern", stellt Schneider klar. Ein Impftermin sei nach wie vor leider nicht in Sicht, bedauerte Heike Schneider, "aber aufgrund des Infektionsgeschehens sind wir in Rosenberg auch nicht mehr weit oben auf der Prioritätenliste der Heime."

Auch Rosenbergs Bürgermeister Tobias Schneider zeigte sich vorsichtig erleichtert. "Das einzig Positive ist, dass wir in der Einrichtung nun ziemlich durch sind, was die Infektionen angeht." Schneider appellierte, weiterhin die notwendigen Hygieneregeln ernstzunehmen und einzuhalten, Masken zu tragen. Dennoch: "Einen Impftermin durch ein mobiles Pflegeteam für die drei Bewohner, die nicht infiziert wurden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegestifts wäre aber nach wie vor enorm wichtig", hielt Schneider fest.

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