Gemeinschaftsschule in Rosenberg: Digital zur rechten Zeit

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Freuen sich über die große Lieferung: (Stehend, v.l.:) Die Lehrer Wolfgang Heinrich, Konrektor Ralf Watzl und Volker Schulz sowie Bürgermeister Tobias Schneider. Sitzend, v.l.: Lilly Hofmann, Celine Bahle, Maxim Stahl, Jakob Horlacher (alle Klasse 9M).
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An der Karl-Stirner-Schule wurden 170 Tablets ausgeliefert und damit der letzte Baustein zur Digitalisierung. Wie viel insgesamt investiert wurde.

Rosenberg. Klotzen statt Kleckern lautet die Devise an der Rosenberger Karl-Stirner-Schule. Nicht nur, dass die Gemeinschaftschule gerade erst von Grund auf saniert, erweitert und modernisiert wurde. Im Zuge dessen erhielt die Schule modernste Ausstattung an digitaler Infrastruktur.

Eigene Schulserver, strukturierte Netzwerkverkabelung, WLAN im gesamten Schulgebäude, digitale Tafeln, Apple TV, Beamer und Laptops. Die Liste ist lang, und kann sich sehen lassen. Nicht ohne Stolz zählen Konrektor Ralf Watzl und Volker Schulz die Punkte auf.

„Auch das gesamte Kollegium hat Tablets, und wir verfügen über zwei Klassensätze zum Einsatz im Unterricht.“ Und der Bedarf ist da, denn auch im kommenden Schuljahr ist die Zweizügigkeit durch die vielen Anmeldungen in Klasse eins und fünf gesichert.

Nun wurde die gesamte Sekundarstufe mit Geräten ausgestattet, 170 Stück. „Dafür haben wir rund 100 000 Euro in die Hand genommen“, berichtet Bürgermeister Tobias Schneider. Jeder Schüler kann das Gerät mit nach Hause nehmen. Insgesamt investierte die Gemeinde rund 300 000 Euro in digitale Schulinfrastruktur. „Wir rechnen mit jährlichen Folgekosten in Höhe von etwa 20 000 Euro“, so Schneider.

Sehr gut investiertes Geld, so Watzl und stellt klar: „Das sind Arbeitsmittel, keine Daddel-Geräte.“ Und darum ist auch die Versicherung über die Gemeinde inklusive, außer bei Vorsatz. Wie bei Schulbüchern.

Von der Infrastruktur profitierte die Gemeinde bereits in den vergangenen beidenLockdowns. „Bei uns lief der Online-Schulbetrieb recht reibungslos“, bestätigt Volker Schulz, der mit Wolfgang Heinrich auch die Administration der Schul-IT stemmt. Natürlich sind bei dieser Größenordnung aber auch externe Dienstleister im Boot, beispielsweise für die Konfiguration der Tablets.

„Wo es zuletzt noch ein wenig gefehlt hat, waren eben die Endgeräte. Das ist nun der letzte Baustein.“ Sollte ein weiterer Lockdown im Herbst kommen, sehen die beiden Lehrer die Schule und Schüler bestens gewappnet. Und genießen gemeinsam die neuen digitalen Möglichkeiten, die sich ergeben.

„Es macht jetzt einfach Spaß, das Zusammenspiel aller Bestandteile im Unterricht zu erleben“, so Schulz. Ob im Musikunterricht mittels „Garage Band“ oder in Mathematik über „Geogebra“: „Vieles lässt sich so wunderbar visualisieren und damit auch erlernen.“

Und für den Einsatz im Unterricht sei das Lehrerkollegium zuständig, so Watzl. „Die Pädagogik gibt den Einsatz vor, nicht umgekehrt.“ Aber auch für die Kommunikation untereinander und die Beziehung zu den Schülern in den vergangenen beiden Corona-Lockdowns sei die digitale Infrastruktur immens wichtig gewesen. „Videokonferenzen, Lernplattformen, Kontakt halten“, erklärt Watzl. Manches wird für immer bleiben. „Das Austeilen und Bereitstellen von Arbeitsblättern, verteilen von Hausaufgaben ist digital viel einfacher und praktischer“, erklärt Schulz. Und Watzl ergänzt: „Auch das digitale Kommunizieren wird direkt von Anfang an in den Schulalltag integriert.“

Das sind Arbeitsmittel, keine Daddel-Geräte.“

Ralf Watzl, Konrektor Karl-Stirner-Schule

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