Eine besondere Würdigung für den „Ostalb-Pilger“

+
Beim Pilgerkreuz auf dem Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg zwischen Rosenberg und Hohenberg überreichte Landrat Dr. Joachim Bläse dem „Ostalbpilger“ Karl Hägele den Preis des Kolping-Bezirksverbandes Ostalb. Von links: Wolfgang Haas (stellvertr.
  • schließen

Der Preis des Kolping-Bezirksverbandes Ostalb geht an Karl Hägele

Rosenberg. Er ist wahrlich kein Unbekannter auf der Ostalb, man sah es an der Anzahl der Gäste, die Karl Hägele bei seiner Preisverleihung begleiteten. Über 100 Kolpingschwestern und ~brüder, die meisten mit der Pilgermuschel um den Hals, waren in den Bibelgarten des Rosenberger Sieger-Köder-Zentrums gekommen, wo der Vorsitzende des Kolpingbezirks Ostalb, Dieter Legner und Rosenbergs Bürgermeister Tobias Schneider die Gäste bei strahlendem Sonnenschein begrüßten.

Unter die Pilger hatte sich auch der Landrat Dr. Joachim Bläse gemischt, der im Laufe der Pilgerwanderung auf den Hohenberg mit Bürgern ins Gespräch kam. Karl Hägele stimmte in Dirigentenmanier das „Ultreia, et sus eia, deus adjuva nos“ an und der Pligerzug bewegte sich durch Rosenbergs Unterdorf, vorbei am Jakobsbrünnele und dem „Fuß-Bad-Rosenberg“ zum Pilgerkreuz von Rudolf Kurz in die kühlendem Schatten des Virngrundwaldes. Dr. Bläse beschrieb in seiner Laudatio den Menschen Karl Hägele, der sich jahrzehntelang ganz im Sinne des Ostalb-Kolpingpreises für soziale Integration und Bildung einsetzte. Ersteres habe Karl Hägele als Sonderpädagogiklehrer erreicht, indem er viele Kinder und ihre Familien auf ihrem nicht immer einfachen Lebensweg begleitet hat. Bildung habe Hägele als Sänger, Kirchenmusiker und Chorleiter über die Musik und den Gesang vermittelt. Dazu zitierte er Platon: „Musik und Rhythmus finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele“. Und als dritten Punkt nannte der Landrat die Pilgerwege in Deutschland und Europa, an denen entlang sich Kunst und Kultur ausgebreitet hat. Dies habe Hägele durch sein profundes Wissen vielen Mitpilgern, die er seit drei Jahrzehnten begleitet, vermitteln können. Dr. Bläse überreichte Hägele einen Rucksack und ernannte ihn zum „Ostalbpilger“. Kolping-Bezirksvorsitzender Dieter Legner und Landrat Dr. Bläse überreichten Hägele Plakette und Urkunde des Kolpingsverbandes Ostalb.

Hägele bedankte sich herzlich für die Auszeichnung und forderte zum Weitergehen auf den Hohenberg auf. In der Mariengrotte am Nordhang des Jakobusberges erklang das „Salve Regina“. Beim Jakobushaus auf dem Hohenberg konnten sich die Pilger bei Gebäck und Getränken stärken. Hermann Sorg grüßte im Namen der Teilgemeinde Hohenberg und dankte Karl Hägele für seine Verdienste um die Jakobusverehrung in Hohenberg. Erich Baierl (Heuchlingen) überbrachte die Grüße der Fränkischen Jakobusgesellschaft, die den Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg betreut. Zum Abschluss erzählte Karl Hägele Episoden aus 30 Pilgerjahren auf verschiedenen Pilgerstraßen in Deutschland und Westeuropa. Hermann Sorg

Zurück zur Übersicht: Rosenberg

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare