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Elisabeth Weber feiert den 95.

Rosenberg. Über viele Jahrzehnte hat Elisabeth Weber als Konrektorin an der Karl-Stirner-Schule in Rosenberg unterrichtet. An diesem Donnerstag feiert die ehemalige Pädagogin ihren 95. Geburtstag.

In Schluckenau, einer kleinen Stadt in Nordböhmen geboren, studierte Elisabeth Weber an der Lehrerbildungsanstalt in Reichenberg. Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Böhmen wollte sie 1945/46 eine Lehrerstelle in Eisenach anstreben, da dort auch ihre Schwester Theresia lebte. Die Ausbildung wurde damals jedoch nicht anerkannt. Daher absolvierte sie in Markgröningen ein weiteres Studium. Über eine Planstelle kam Elisabeth Weber nach Rosenberg, an deren Schule sie bis zu ihrem Ruhestand unterrichtete.

Einen sehr schönen Tag erlebte Elisabeth Weber im Sommer 1982, als ihre Schwester Theresia mit Vollendung des 60. Lebensjahres von Eisenach nach Rosenberg ausreisen durfte. Bis zu deren Tod im Jahr 2002 lebten die Schwestern in ihrem Haus in Rosenberg.

In Zeiten des geteilten Deutschland war Elisabeth Weber stets bemüht, Dialoge zwischen der damaligen DDR und der Bundesrepublik zu pflegen. Mit Schülern und Interessierten unternahm sie etliche Reisen in den Osten. Zu einem ihrer schönsten Augenblicke zählt für Elisabeth Weber der Fall der Grenzmauer am 9. November 1989. Aus Dank für die Wiedervereinigung Deutschlands und zur Erinnerung an die zahlreichen Opfer unter den Republikflüchtigen hat die ehemalige Konrektorin vor 31 Jahren in der Gemeinde eine „Friedenslinde“ gepflanzt. Sie steht heute am Rosenberger Rathaus.

Ihren Geburtstag möchte die Jubilarin eher ruhig daheim feiern. Die ehemaligen Schüler Josef Müller aus Rosenberg und Rudi Hertrich bringen mit weiteren Musikern Elisabeth Weber am Nachmittag ein kleines Ständchen. Text/Foto: jh

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