Grünes Licht für Erweiterung der Jelu-Werke

+
Die rot umrandete und derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche soll durch die Änderung des Flächennutzungsplans für die Jelu-Werke in Rosenberg-Ludwigsmühle industriell genutzt werden.
  • schließen

Die Firma in der Ludwigsmühle muss wachsen. Was dort geplant ist.

Rosenberg. Mit einer 150-seitigen Vorlage hatte sich der Rosenberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu beschäftigen: Es ging um die Erweiterung der Produktionsfläche der Jeluwerke in Rosenberg-Ludwigsmühle. Dort werden aus Holz und anderen Naturmaterialien Zuschlagsstoffe für Nahrungsmittel und Tierfutter sowie Füllstoffe für die technische Industrie hergestellt.
Das Problem dieses Betriebes ist seine Lage am Landschaftsschutzgebiet „Blinde Rot“. Einst entstanden aus einer Mühle an der Blinden Rot entwickelte sich der Familienbetrieb in den letzten Jahrzehnten überdurchschnittlich und ist bei bestimmten Produkten Weltmarktführer. Deswegen sollen nun westlich des jetzigen Betriebs aus der Talaue heraus weitere bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen in Produktionsflächen umgewandelt werden.

Erweiterung vor Ort zwingend

Ursprünglich wollten die Jeluwerke um 7 ha erweitern, haben aber nun ihre Ansprüche angesichts der umgebenden Natur auf 4,5 ha reduziert. Ein kompletter Abbau und Wegzug in ein Gewerbegebiet kommt nicht in Frage, weil die bereits vorhandene Infrastruktur dies wirtschaftlich nicht möglich macht. Dies sieht auch der Landwirt und Gemeinderat Dominik Wackler so.
Gemeinderätin Judith Ebert-el Mawla war da anderer Meinung und meinte, dass man dem Landschaftsverbrauch auch in der eigenen Gemeinde Einhalt gebieten müsse. Sie enthielt sich wie auch ihre Kollegin Kathrin Hirschle der Stimme. Die anderen Gemeinderäte und der Bürgermeister genehmigten die von den Stadt-Land-Ingenieuren in Ellwangen ausgearbeiteten Pläne und fassten den Auslegungsbeschluss. ⋌Hermann Sorg

Zurück zur Übersicht: Rosenberg