Gemeinde Rosenberg kümmert sich selbst um Breitbandausbau

+
Lichtwellenleiter Cat5
  • schließen

„Weiße Flecken“ gebe es in Rosenberg keine mehr. Wie die „grauen Flecken“ nun beseitigt werden sollen.

Rosenberg. Katastrophenschutz, Breitbandausbau und das Baugebiet „Alte Kirchenweg“ waren Themen im Gemeinderat Rosenberg in der Virngrundhalle.

Breitbandausbau: Die weißen Flecken sind allesamt ausgemerzt im Gemeindegebiet. „Damit sind wir sowohl im Ostalbkreis als auch im Land vorne dabei“, zeigte sich Bürgermeister Tobias Schneider zufrieden. Jetzt wollen sich Verwaltung und Gemeinderat hinter die „Grauen Flecken“ klemmen. Das Markterkundungsverfahren sei abgeschlossen, die Telekommunikationsunternehmen also befragt, ob und wo sie vorhaben, selbst auszubauen. „Von keinem gab es eine verbindliche Zusage“, so Schneider. Die Gemeinde kümmere sich selbst um den weiteren Breitbandausbau mit Ausnahme der Bereiche in Hohenberg, Rosenberg und Unterknausen, die durch Vodafone schon abgedeckt sind.

400 bis 450 Gebäude müssten angeschlossen werden, das Investitionsvolumen betrage 3,5 Millionen Euro, der Bund fördere die Maßnahme mit 50, das Land mit 40 Prozent, führte der Verwaltungschef aus. Die Ingenieursleistungen liegen bei rund 350 000 Euro und müssten europaweit ausgeschrieben werden. Die Räte entschieden sich, externe Hilfe vom Ellwanger Planungsbüro Brenner zu holen. „Für die Hauseigentümer ist das jetzt eine einmalige Chance, kostenfreie Hausanschlüsse zu bekommen“, ergänzte Werner Riek, Leiter des Breitbandkompetenzzentrums Ostalb.

Alter Kirchenweg: Wie die Planungen bei der Erschließung des Baugebiets „Alter Kirchenweg“ aussehen, das zeigte Joachim Zorn vom Ellwanger Büro „stadtlandingenieure“ auf. Es seien zwei Kanäle nötig, einer für das Regen-, einer für das Mischwasser. Bei der Wasserleitung solle es einen Ringschluss für eine größtmögliche Versorgungssicherheit geben, die Straßenbreite 5,50 Meter betragen. Ein Gehweg sei nicht vorgesehen, eine einfache Randeinfassung reiche aus. „Die Straßenbeleuchtung und Leerrohre für die Breitbandversorgung sind in den Kosten enthalten“, so Zorn. Diese betragen rund 995 000 Euro. Die Baumaßnahmen sollen im Februar beginnen und bis ungefähr Oktober dauern.

Katastrophenmanagement: Wie das Katastrophenmanagement in Rosenberg sinnvollerweise aussehen könnte, berieten die Räte im Anschluss. Dabei kristallisierte sich die Meinung heraus, dass nicht auf Sirenen gesetzt werden soll. Eine konkrete Information sei besser.

Dafür könne ein Bauhoffahrzeug mit einer Sprechstelle ausgerüstet werden. Der Einsatzplan dafür soll in Zusammenarbeit von Verwaltung, Feuerwehr, DRK und Polizei entstehen. Dabei wird dann auch erörtert, wo Notstromaggregate sinnvoll wären. Als ersten Schritt entschieden sich die Räte dafür, das Stuttgarter Büro RBS wave mit einer Gefahrenanalyse zu beauftragen.

Panja Tillmann-Mumm

Zurück zur Übersicht: Rosenberg

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare