Gemeinde will Kindergarten Hohenberg kaufen

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Der Kindergarten Hohenberg ist Gegenstand langer Planungen. Nun macht die Gemeinde einen neuen Vorstoß.
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Bürgermeister übt Kritik an Diözese und kirchlichem Verwaltungszentrum.

Rosenberg. In der Maisitzung war die geplante Erweiterung des Katholischen Kindergartens Hohenberg von einer eineinhalbgruppigen Anlage zu einer Kita mit zwei Gruppen ein längeres Diskussionsthema ohne einem befriedigenden Ergebnis: Diese Baumaßnahme wurde auf rund 1,7 Mio Euro veranschlagt und war den Gemeinderäten zu teuer. Nun wurde in mehreren Gesprächen mit dem Katholischen Träger eine neue Lösung gefunden.

Die Gemeinde Rosenberg möchte, da sie die Erweiterung ohnehin zu 100 Prozent bezahlen muss, den gesamten Bau samt Grundstück erwerben; dann wäre sie Herrin des Verfahrens, denn „wer bezahlt will auch bestimmen“, so Bürgermeister Tobias Schneider.

Diesen nichtöffentlich gefassten Beschluss gab der Rathauschef zu Beginn der Gemeinderatssitzung bekannt. Das Kaufpreisangebot an die Kirchengemeinde beträgt 200 000 Euro.

Lob für Kirchengemeinde

Bürgermeister Schneider präsentierte auch gleich einen ungewöhnlichen Bauvorschlag: Der gesamte obere Stock mit dem jetzigen Kindergarten soll abgebrochen und in Holzbauweise neu errichtet werden. Das teilweise im Erdreich befindliche Untergeschoß mit den Jugendräumen der KjG Hohenberg kann so erhalten bleiben – in mehreren Phasen hatte die KjG ihre Räume einst selbst gebaut, möbliert und ausgestattet.

„Dieses Vorhaben“, so der Bürgermeister Schneider, „ist mit dem noch jetzigen Träger, der Katholischen Kirchengemeinde Hohenberg, in mehreren gemeinsamen Sitzungen entwickelt und abgesprochen worden.“

Schneider lobte dabei die gute und kooperative Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, kritiserte aber das Verwaltungszentrum Ellwangen und die zuständigen Stellen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, mit denen Gespräche und Verhandlungen gelegentlich mühsam waren und auch immer noch sind.

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