Kämmerer rechnet mit Punktlandung

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Im Finanzzwischenbericht erläutert Gemeindekämmerer Winfried Krieger warum 2020 in Rosenberg das Steuervolumen fünf Millionen Euro über dem Plan lag.

Rosenberg

Dass Rosenberg keine eine arme Gemeinde ist, weiß man. Wie viel man genau hat, wird derzeit errechnet. Das teilte Gemeindekämmerer Winfried Krieger in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Einen Rechnungsabschluss für 2020 gibt es noch nicht. Nach der Umstellung auf die Doppik arbeiten er und sein Stellvertreter Christian Laukenmann momentan noch an der Eröffnungsbilanz.

Das vorläufige Ergebnis zeige jedoch, dass man deutlich besser durch das erste Jahr der Coronapandemie gekommen sei als erwartet. Die Einnahmen lagen rund fünf Millionen Euro über dem Plan. Zum einen seien die Gewerbesteuern deutlich höher gewesen, statt der kalkulierten 7 Millionen gingen etwa 9,8 Millionen Euro ein. Zum anderen bekam die Gemeinde 3,1 Millionen Euro als Kompensationszahlung aus der staatlichen Coronahilfe.

Nicht alle geplanten Projekte konnten 2020 abgeschlossen beziehungsweise abgerechnet werden. Krieger nannte die Summe von 12,5 Millionen Euro, die am Jahresende verfügbar war und als Haushaltsreste in das Jahr 2021 überführt wurde. Aktuell habe man einen Kassenstand von 14 bis 15 Millionen Euro. Bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer liege man noch 345 000 Euro unter dem Planansatz von 11,5 Millionen. Auch die Ausgaben seien im Großen und Ganzen planmäßig. "Das Jahr 2021 verläuft bislang unspektakulär, es gibt keine großen Verschiebungen", sagte Krieger, der zum Jahresende von einer Punktlandung ausgeht. Gerhard Königer

  • Aus dem Gemeinderat Rosenberg
  • Luftfilter: Die Gemeinde beschafft vorerst keine weiteren Luftfiltergeräte für die Karl-Stirner-Schule beziehungsweise die Kindergärten. Nach längerer Diskussion fiel diese Entscheidung einstimmig. Die Erfahrung mit einem Probegerät habe gezeigt, dass es bei vollem Betrieb im Klassenzimmer viel zu laut sei. Bei reduziertem Umlauf sei der desinfizierende Effekt jedoch minimal. Die vorgeschriebenen Hygieneregeln, das Lüften und Tragen der Masken wurden als ausreichend betrachtet. Der zusätzliche Effekt von Lüftungsgeräten sei wissenschaftlich umstritten, jedenfalls in Räumen die über Fenster ausreichend belüftbar sind. Das sei in Rosenberg bei allen Räumen der Fall. Der finanzielle Aspekt, Lüfter für alle Schul- und Kita-Räume würden rund 112 000 Euro kosten, wurde als nachrangig empfunden.
  • Mobilfunk: Die Gemeinde weißt den Vertrag von Vodafone über die Erstellung eines Mobilfunkmastens am Kreisel Sportplatz zurück. Der einstimmige Beschluss wurde mit einer widersprüchlichen Formulierung im Vertragstext begründet, wonach die Begrenzung auf 30 Meter Höhe unklar festgeschrieben sei. Der Standort werde damit zumindest vorerst komplett ausgeschlossen. Nach wie vor stehen die alternativen Standorte am Bauhof und am Sportplatz in Richtung Geiselrot im Raum.
  • Geodaten: Die Gemeinde beauftragt das Ingenieurbüro CDM Smith (Crailsheim) mit der Aktualisierung der kommunalen Daten für das Geoinformationssystem. Die Kosten dafür schätzt das Büro auf rund 24 000 Euro. Abgerechnet wird nach tatsächlichem Aufwand.
  • Weihnachtsbeleuchtung: Der Gemeinderat beschloss, keine Weihnachtsbeleuchtung für die Laternenmasten an der Haller Straße und am Virngrundweg zu beschaffen. Die Kosten für die von Bürgermeister Tobias Schneider vorgeschlagenen Beleuchtungskörper lagen zwischen 13 000 und 33 000 Euro. "Komplett sinnlos, kein Nutzwert" war eine Meinung aus dem Gemeinderat. Der Beschluss fiel einstimmig.
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