Kulturelles Urgestein von Rosenberg

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die Spieler der „Stammtischmusiker“ bei ihren letzten Auftritt im Innenhof des Generationenpark Edelrose in Rosenberg.
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Die „Stammtischmusiker“ setzen auf bunte Musikstunden und musikalische Vielfalt. Sie erinnern an den ehemaligen Lehrer Wilfried Reich, der vor zehn Jahren damals unerwartet gestorben ist.

Rosenberg. Vor zehn Jahren verstarb in Rosenberg der ehemalige Lehrer Wilfried Reich. Der Pädagoge an der Karl-Stirner-Schule galt als einer der wichtigen Kulturinitiatoren in der Gemeinde. Neben seinem vielseitigen Engagement und dem Aufbau zahlreicher Ehrenämter setzte Wilfried Reich seine große Liebe auf die Musik.

Daher war eines der letzten Vorhaben vor dem unerwarteten Tode von Wilfried Reich im April des Jahres 2011 die Förderung und Wiedereingliederung älterer Musiker in das örtliche Vereinsleben.

Viele der langjährige Musiker die in der Musikkapelle Rosenberg musiziert hatten und nicht mehr aktiv spielten, wollte Reich nach ihrem Ausscheiden wieder an das Notenpult führen. Aus dieser Gruppe entstand später eine eigene Musikformation – die sogenannten „Stammtischmusiker“.

Unter dem Motto „Musik kennt kein Alter“ wuchs die Musikgruppe, die nicht mit örtlichen und regionalen regionalen Blaskapellen konkurrieren, sondern zunächst nur in geselliger Runde musizieren wollten. Geprobt wurde einmal im Monat im Rosenberger Schützenhaus, einem Stammlokal das heute noch regelmäßiger Bestandteil des musikalischen Treffen ist.

In ihrer Formation spielen die überwiegend älteren Musiker mit teilweise angeschlagener Gesundheit ohne Dirigenten, sondern frei aus den Notenblättern. Mit ihrer Blasmusik gesellten sich im Laufe der Zeit kleinere Auftritte in Einrichtungen von benachteiligten Menschen. So gehören die Gastspiele in Seniorenheimen und in Wohngruppen von Behinderteneinrichtungen zu einer gute Sache, um das gemeinsame Musizieren zu fördern.

Benachteiligte Menschen erfreut

Diese Ziele brachten die „Stammtischmusiker“ ebenso an weitere Orte. So gehörten das Spielen und die Mitgestaltung von Gottesdiensten in der Frauenjustizanstalt in Schwäbisch Gmünd zu ihren gebuchten Auftritten. Neben dem Kennenlernen der Menschen hinter geschlossenen Anstaltsmauern erfreute die Musikgruppe außerdem Patienten im Ellwanger Krankenhaus.

Dabei wächst die Musikgruppe ständig an. Zu den Mitgliedern, zu denen Franz Merz, Reinhold Kurz, Hugo Ackermann, sowie Hubert Burkhardt, Hilde Frank-Holl, Jolanda Stempfle, Josef Müller, Armin Schlageter und Anton Knecht sowie Rudi Hertrich und weitere gern gesehene Gastspieler gehören kommen ständig neue Spieler hinzu.

Heimbewohner singen mit

Einer der letzten öffentlichen Auftritte der Stammtischmusiker fand am zurückliegenden Freitag statt. Während einer öffentlichen Musikstunde im Innenhof des Generationenstiftes Edelrose in Rosenberg bei der unter anderem die Titel „Im schönsten Wiesengrunde“ und „Kein schöner Land“ mit „Im Brunnen vor dem Tore“ gespielt wurden, sagen die Heimbewohner von ihren Balkonen und aus den Fenstern mit. Gleichzeitig war dieser Auftritt auch einer der Wiederaufnahmen eines gemeinsamen Probenbetriebes nach der zurückliegenden Corona-Pause.

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